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Freitag, 1. August 2008

Sommerzeit, Urlaubszeit, Fotozeit

Spätestens im Sommer, für die meisten auch die Urlaubszeit schlechthin, werden auch Fotomuffel zu aktiven Fotografen. Und da es Digicams schon für unter 100 Euro gibt, ist die Zeit der Kleinbildfilme fast abgelaufen - sieht man einmal von den Profi-Fotografen ab, die eine besondere Erwartungshaltung haben.

Im Normal werden also die Fotos auf Speicherkarten abgelegt, um dann später den Weg auf den heimischen PC zu finden. damit dies nicht zum späteren Ärgernis wird, hat der Verband der Informations- und Telekommunikationsbranche Bitkom entsprechende Tipps parat. Denn allzu schnell können Viren, technische Defekte und Bedienungsfehler das digitale Fotoalbum für immer vernichten.

Somit reicht das Speichern des Fotoalbums auf der Festplatte des heimischen PCs zur sicheren Aufbewahrung keineswegs aus. Relativ kostengünstig kann man die Dateien auf eine externe Festplatte kopieren, die jedoch getrennt vom PC aufbewahrt und nur zur Datensicherung angeschlossen werden sollte. Festplatten halten nach Angaben des Verbandes allerdings maximal zehn Jahre.

Zusätzlich können die digitalen Fotos auch auf CD, DVD oder Blu-Ray-Disk abgelegt werden - aber auch diese halten nicht ewig. Die längste Lebensdauer haben sie bei trockener, kühler und lichtgeschützter Aufbewahrung. Man sollte sie ein- bis zweimal im Jahr auf ihre Lesbarkeit überprüfen und den Inhalt vor Ende der erwarteten Haltbarkeit auf einen neuen Datenträger kopieren.

Als Alternative bietet sich an, Fotos und andere Dateien im Internet zu archivieren. Dort gibt es kostenlose, aber auch kostenpflichtige Speichermöglichkeiten. Zu guter Letzt kann man wichtige Dokumente und Fotos auch ausdrucken und in Ordnern oder im guten alten Fotoalbum aufbewahren.

Und damit bestätigt sich wieder, was ich bereits in anderen Beiträgen (auch in Hinsicht auf Fotobücher) bemerkte: Das beste Langzeitarchiv ist immer noch das ausgedruckte Foto, da es unabhängig von digitalen Speichern und deren Normen ist, da diese schneller wechseln, als man reagieren kann...



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Freitag, 29. Juni 2007

FAST - Anbieter speichert Fotos 30 Jahre mit Garantie

In gut 14 Tagen soll es soweit sein: Die Fotobank von FAST soll online gehen.

Nun gibt es ja bereits einige Anbieter für derartige Dienste - oftmals gibt es verschiedene Gründe, skeptisch zu sein. Einmal sind es kleinere, relativ unbekannte Firmen. Hier stellt sich die Frage, was im Falle einer Firmenpleite die zugesicherte Leistung wirklich wert ist. Ein anderer Aspekt ist der Kostenfaktor, der mitunter schwierig zu kalkulieren ist.

FAST Fotobank überzeugt (zumindest mich) durch Transparenz: Pro 1GB Bilddaten werden 5.- Euro fällig, ab dem Zeitpunkt des Uploads gilt die 30jährige Datenspeicherung. Die Dateien werden dabei über eine Erweiterung für den Windows Dateimanager in die Fotobank hoch- bzw. heruntergeladen. Der Online-Speicher soll laut Anbieter 9fach redundant an drei Schweizer Standorten bei der Swisscom gehostet werden, wobei hierbei auf die WORMS-Technologie gesetzt wird.

Wer sich zunächst unverbindlich per Newsletter informieren lassen will, kann dies hier tun. Meiner Meinung nach eignet sich die Nutzung eines solchen Dienstes auf jeden Fall als Ergänzung persönlicher Maßnahmen zur Datensicherung. Denn selbst wer auf DVD oder gar Streamer (Band) speichert - im Falle eines Brandes lagert man ja zumeist diese Datensicherungen doch nicht konsequent an einem anderen Ort. Und eine gespiegelte Festplatte ist eine feine Sache - solange man keine Überspannungsschäden hat...




Dienstag, 20. März 2007

Totegesagte leben länger - die Rückkehr des Mikrofilms

Wer allzu unkritisch auf neue Speichermedien setzt vergisst mitunter, dass die Archivierung erhaltenswerter Dokumente nicht unproblematisch ist. Die Höhlenzeichnungen unserer Vorfahren können wir noch heute interpretieren, aber wer kann beispielsweise mit Daten auf einer 5,25"-Diskette noch etwas anfangen? Dabei ist das Format noch nicht einmal 10 Jahre alt...

Von daher empfiehlt es sich auch, eigene Fotos nicht nur akribisch auf CD oder DVD zu katalogisieren, sondern diese beispielsweise in einem schönen Fotobuch zu dokumentieren. Nur so hat man die Gewissheit, dass auch Kinder und Enkel unabhängig von Bits und Bytes einen Blick in das Gestern, also unser Heute, werfen können.

Der Mikrofilm ist zwar für Privatpersonen kaum nutzbar, ist aber für die Langzeitarchivierung für Unternehmen wie auch für Einrichtungen des Staates wieder interessant geworden - verspricht er doch eine Langzeitarchivierung von 500 Jahren - fernab digitaler Migrationszwänge, wie ein Beitrag von Pressetext aufzeigt.

Vielleicht ist dieser Beitrag Anlass, einmal einen "digitalen Frühjahrsputz" zu machen und die schönsten Bilddokumente endlich einmal auf Papier zu bringen. Hatten wir uns dies nicht schon längst einmal vorgenommen?

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