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Freitag, 19. September 2008

Der Pixelwahn geht weiter - Photokina 2008

Vom 23. bis 28. September findet in Köln die Photokina 2008 statt - die Messe, die Zeichen setzen will für neue Trends im Bereich der Fotografie.

Rund 9 Millionen digitale Kameras gehen in diesem Jahr in Deutschland über den Ladentisch und Constanze Clauß, Sprecherin des Photoindustrie-Verbandes, schwärmt: "Deutschland ist das Land der Fotografen." Insofern verwundert es nicht, dass mehr als 1500 Aussteller in Köln ihre Duftmarke hinterlassen wollen.

Was indess verwundert, ist die Tatsache, dass der Pixelwahn kein Ende findet: "Bei den Kompaktkameras werden wir 15 Millionen Pixel erreichen." Und bei den Spiegelreflex-Kameras könnten auf der Messe schon Modelle mit 24 Millionen Pixel Auflösung zu sehen sein. Star am Sony-Stand zum Beispiel ist die Spiegelreflexkamera a900. Nach Angaben des Herstellers handelt es sich um die weltweit erste digitale Vollformat-Spiegelreflexkamera mit 24,6 Megapixel-Auflösung" - so Frau Clauß.

Vollformat-Kameras einmal außen vor gelassen (da freuen sich die Profis zu recht über mehr Pixel) ist alles andere mehr oder minder ein PR-Gag auf einem Niveau unterhalb der Gürtellinie. Bettina Steeger von Canon bestätigt dies indirekt: "Es dürfen immer ein paar PS mehr sein - auch wenn man diese gar nicht nutzen kann.". Der Vergleich hinkt allerdings insofern, dass man ein mehr an PS im Auto oder Motorrad sehr wohl positiv spürt und - gute Reifen vorausgesetzt - auch auf die Straße bringen kann. Die kleinen Minisensoren der Kompakten (und inzwischen auch vieler Einsteiger-Spiegelreflex-Kameras) können mit dem mehr an Pixeln nun wahrlich nicht umgehen.

Wirklich interessant - zumindest für mich - werden Offerten im Bereich der individuellen Navigation per GPS sein - die kleinen Empfänger für das satellitengestützte globale Ortungssysteme, die helfen, Fotos hinterher einwandfrei einem Aufnahmeort zuzuordnen.

Ein weiterer Trend, dem ich nicht zu folgen vermag, ist die spezielle Form der Gesichtserkennung als sogenannte Lächelautomatik - die Kamera löst aus, wenn die Person lächelt. Diese zunächst bei Kompaktkameras übliche Technik findet jetzt Einzug bei den Camcordern. Mit der HDR-CX11E stellt Sony den nach eigenen Angaben ersten Camcorder mit sogenannter SmileShutter-Funktion vor, wie die Lächelautomatik bei Sony heißt: Während des Films macht der Camcorder automatisch Fotos von lachenden oder zumindest lächelnden Personen.

Wer so etwas braucht, ist in meinen Augen arm dran: Keine noch so intelligente Automatik der Welt ist in der Lage, Stimmungen und Gefühle so zu vermitteln, wie es ein guter Fotograf oder (in letzterem Beispiel) Kameramann kann. Wer keine Emotionen für sein Hobby oder seinen Beruf entwickeln kann, dem hilft auch eine noch so ausgetüfelte Automatik nicht weiter.

Dies ist natürlich meine persönliche Meinung. Und mit dieser kleinen Vorschau auf die Photokina 2008 will ich es bewenden lassen - vielleicht gibt es im späteren Rückblick auf diese Veranstaltung doch Dinge, die berichtenswert sind.






Freitag, 23. November 2007

Olympus E-3 - die Proficam ist in aller Munde

Die Pressemitteilung aus dem Hause Olympus datiert bereits vom 17. Oktober. Da zwischen einer ersten Verlautbarung und ersten verwertbaren (neutralen) Informationen immer noch Zeit ins Land geht, hatte ich das Thema auf "Wiedervorlage" gestellt.

Vielleicht zur Erklärung für diejenigen Leser, die mit der aktuellen Produktpalette der Marktführer nicht so vertraut sind: Die Olympus E-3 gilt als das Profi-Flaggschiff unter den DSLR bei Olympus und scheint auch geeignet, im Gesamtmarkt mehr als nur einen Achtungserfolg zu erzielen.

Die Produktionformationen von Olympus sehe ich - wie bei anderen Herstellern auch - als eine erste Information über eingesetzte Techniken etc.. Dass dabei viel Eigenlob gefiltert werden muss, liegt in der Natur der Quelle...

  • Dank eines hochentwickelten AF-Systems und der neuen ZUIKO DIGITAL SWD (Supersonic Wave Drive) Objektive haben E-3-Fotografen mit den weltweit schnellsten Autofokus-Geschwindigkeiten immer einen Vorsprung. Durch Verschlusszeiten von bis zu 1/8.000 Sekunde und Serienaufnahmen mit bis zu 5 Bildern pro Sekunde (inklusive RAW-Puffer für 19 Bilder im Burst-Modus) lässt sich so garantiert der gewünschte Moment festhalten.
  • Die Kamera verfügt über das weltweit effektivste, direkt in den Body integrierte System zur Bildstabilisation und kann Effekte von Kameraverwacklungen bis zu 5 LW-Stufen kompensieren. Mit dem 10 Megapixel Highspeed Live MOS Sensor, dem TruePic III-Bildprozessor und den speziell für die Ansprüche der Digitalfotografie konzipierten ZUIKO DIGITAL Objektiven sind hervorragende Bildergebnisse garantiert.
  • Live View – von Olympus entwickelt – erweitert die Flexibilität beim Fotografieren: So kann etwa der Augenkontakt zum Porträtierten gehalten werden und Überkopf- oder Bodenaufnahmen lassen sich bequem über das schwenkbare 2,5-Zoll-/6,4-cm-HyperCrystal-LCD komponieren. Die Ergebnisse veränderter Kameraeinstellungen werden dabei in Echtzeit auf dem LCD dargestellt.
  • Der 10 Megapixel Highspeed Live MOS Sensor ermöglicht zusammen mit den vielfach ausgezeichneten ZUIKO DIGITAL Objektiven eine exzellente Bildqualität. Der leistungsstarke TruePic III-Bildprozessor sorgt dabei für schnellere Bearbeitungsprozesse, weniger Bildrauschen und eine verbesserte Farbwiedergabe.
Quelle Foto & Text: Olympus

Sicher sind in diesen werbewirksamen Aussagen technische Parameter enthalten, die eine Beurteilung des Kamerakonzeptes ermöglichen. Interessanter aber sind Praxiserfahrungen, wie auf Photoscale zu lesen.

Ein Bericht, der mir - trotz (oder vielleicht wegen) der kontroversen Folgediskussion sehr informativ erscheint. Und das Fazit des Vorab-Tests nehme ich gerne auch vorweg: "In der Summe ist die E-3 eine Kamera geworden, deren Technische Daten einen auf den ersten Blick nicht unbedingt umhauen, deren schlüssiges Konzept jedoch zu begeistern vermag. Wer ein Arbeitstier sucht, der ist hier genau richtig. Sie ist, sozusagen, der Land Rover Defender unter den aktuellen Kameras."

Vielleicht sind ja unter den Lesern auch potentielle E-3-Käufer. Denen möchte ich zwei Olympus-Goodies nicht vorenthalten.
  • Als Dankeschön für ihre Treue bietet Olympus allen D-SLR-Kunden, die bereits im Besitz einer E-System Kamera sind, beim Kauf der neuen E-3 einen kostenlosen HLD-4 Power Grip. Ideal für Situationen, bei denen es auf Schnelligkeit und Batteriepower ankommt. Mit dem zusätzlichen seitlichen Auslöser ermöglicht er ausserdem einfache Aufnahmen im Hochformat. Alle registrierten Besitzer einer E-System Kamera, die ihre neue Olympus E-3 bis zum 31. Dezember 2007 eintragen, erhalten den Power Grip kostenlos. Details zur Promotion finden sich auf der Olympus Website unter: http://www.de.olympus.ch/consumer/dslr_powergrip.htm.
  • Olympus bietet allen E-System Neukunden, die bis zum 30. November 2007 ihr Interesse an einer E-3 bekunden und ihre neu erworbene Kamera bis zum 31. Dezember 2007 registrieren, einen kostenlosen E-System Pro Rucksack von Crumpler. Mit seinen wetterfesten Reissverschlüssen, einem separaten Laptop-Fach und der Möglichkeit schnell auf die Kamera zuzugreifen, ist der E-System Pro Rucksack perfekt für jeden Arbeitseinsatz. Details zu dieser Promotion-Aktion finden Sie hier: http://www.de.olympus.ch/consumer/dslr_probackpack.htm
Inzwischen gibt es die ersten Angebote auch auf dem deutschen Online-Markt, wie zum Beispiel bei eBay



...oder bei Amazon



Ich werde mit Interesse verfolgen, wie die praktischen Erfahrungen der Besitzer des neuen Olympus-Modells ausfallen werden.

Sonntag, 4. November 2007

Die funkende Speicherkarte ist in Sicht... II

Ich hatte wohl nicht zu Unrecht das Gefühl, dass nicht nur ich an dem Thema interessiert bin ;-)

Hier das Produktfoto von amazon.com, wo die Karte bereits für $99,00 gelistet ist - Produktlink.

Thomas Schewe hat sich die Mühe gemacht, in "Eye-Fi - WLAN für die Digicam (Update)" den aktuellen Stand der Dinge zu recherchieren und zu kommentieren.

Vielleicht an der Stelle nochmals der Hinweis für Leser, dass die Interessen teilweise unterschiedlich sein mögen: Mir geht es persönlich in keinster Weise um irgend welche Web-Communities, die ich mit meinen Fotos "beglücken" will. Bestenfalls ist das I-Net interessant als zusätzliche Option der Datensicherung - wenn denn mit vertretbaren Aufwand realisierbar. Wobei ich hier klar sage: Das ist dann eher sekundär...

Um es auf den Punkt zu bringen: Ich suche eine kostengünstige Lösung, um bei Veranstaltungen (neudeutsch Events genannt *smile*) Fotos in einen Pool zu übertragen, wo sie in eine Präsentation vor Ort per Beamer eingebunden und auf Wunsch ausgedruckt werden können.

Liest man nun den Bericht von Thomas Schewe mit dieser Intention der Nutzung, relativiert sich doch einiges. Zum Beispiel: "Eye-Fi erlaubt keine Benutzerinteraktion; kommt die Karte in die Reichweite eines voreingestellten WLANs, dann werden alle Bilder hochgeladen. Liest sich doch schon ganz anders, oder?"

Richtig: Als Option gern, aber nicht als unkontrollierbarer Vorgang. Damit fällt die Nutzung des I-Net schon einmal aus. Die Übertragung der Fotos in (m)ein lokales WLAN ist davon jedoch nicht betroffen, was mir Thomas im Kommentar ja auch bestätigt "Das von Dir genannte Einsatzszenario sollte mit Eye-Fi realistisch umsetzbar sein."

Fazit: Die Karte sollte das tun, was ich mir vorstelle. Ergo warte ich noch etwas, bis sie bei amazon.de verfügbar ist und der Preis ein wenig nachgegeben hat. Gern berichte ich dann an dieser Stelle über meine Erfahrungen.




Samstag, 3. November 2007

Die funkende Speicherkarte ist in Sicht...

...und damit - so hoffe ich - könnte ein Vorstellung wahr werden, die sicher nicht nur ich habe: Die Kamera funkt bei Events permanent die Fotos in ein Netzwerk, die dann sofort für Beamer oder Drucker zur Verfügung stehen.

Bislang waren nur ein paar Kompaktkameras mit WLAN-Funktionalität verfügbar, darüber hinaus gibt es sogenannte WLAN-Transmitter für einige Profi-Kameras, die als Zubehör bereits soviel kosten, wie mancher gerade für die Kamera selbst ausgeben mag...

Einer Meldung bei Golem zufolge plant jetzt das israelische Unternehmen Eye-Fi hat den Marktstart für seine SD-Speicherkarten mit integriertem WLAN-Chip. Die 2 GByte Daten fassende Karte soll in den normalen SD-Slot einer Kamera eingesteckt werden können - damit wäre also jede vorhandene Digitalkamera mit diesem Slot nachrüstbar.

Einmal abgesehen von der im Bericht erwähnten Schnittstelle zu Flickr ist es genau die Art von Mobilität, die ich bislang vermisst habe und für die ich durchaus sinnvolle Einsatzgebiete sehe, wobei die eingangs genannten nur exemplarisch stehen.


Digitaler Bilderrahmen mit Mobilfunkanschluss

Digitale Bilderrahmen sind lange kein Aufreger mehr. Die Preise purzeln immer weiter und außer mehr oder minder gut gerahmt herum zu stehen und mit Leuchtkraft und diversen Überblendeffekten zu überzeugen, haben diese Fotorahmen nichts zu bieten.

Deshalb hat das französische Unternehmen Parrot überlegt, wie man sich vom Wettbewerb abheben könnte und ersann den digitalen Bilderrahmen mit Mobilfunkanschluss. Mittels einer fix eingebauten SIM-Karte verfügt der Rahmen sozusagen über eine eigene Telefonnummer, die es dem Bilderrahmen namens Parrot DF7700 erlaubt, Fotos einfach per MMS empfangen und anzeigen zu können. Produktfoto: Parrot

Das von Parrot vorab präsentierte 7-Zoll-Gerät verfügt über eine Auflösung von 720 x 480 Pixeln, wobei natürlich nicht nur die Schnittstelle Mobilfunk zur Verfügung steht. So lässt sich Fotomaterial wahlweise über eine USB-Verbindung oder einen SD-Kartenschacht auf der Rückseite auf den Speicher des Geräts übertragen. Die standardmäßige Auflösung des Rahmens soll dabei dafür sorgen, dass der Qualitätsverlust, der bei vielen Handys durch das Skalieren der Fotos entsteht, wieder ausgeglichen wird.

Für einen weiteren Aha-Effekt sorgt ein eingebauter Lage-Sensor, der die Ausrichtung des Bilderrahmens erfasst, sodass der Betrachter die Bilder stets in der passenden Ausrichtung präsentiert bekommt. Gleichfalls ist ein Lichtsensor integriert, der die Bildschirmbeleuchtung dem aktuellen Lichteinfall anpasst. Die Stromversorgung erfolgt über ein Netzteil.

Über Preise schweigt sich der Hersteller noch aus, für das Weihnachtsgeschäft in Europa kommt das Gerät Medienangaben zufolge zu spät auf den Markt.




myby.de



Dienstag, 3. Juli 2007

Speicher in der Not: USB OTG

Wer MP3-Player oder andere Geräte mit diesem Logo sein Eigen nennt, hat als Hobbyfotograf gute Karten, wenn die Speicherkarte der Digitalkamera erschöpft ist: OTG steht für USB On-the-go und ermöglicht es, direkt auf derartige externe Datenspeicher zu kopieren.

Während man normalerweise für den Datentransfer zwischen Kamera und MP3-Player einen Computer benötigen würde, erfolgt mit dem seit Ende 2001 verfügbaren USB OTG die Datenkommunikation direkt zwischen den beiden Geräten. Dazu reicht es aus, beide Geräte - also Digitalkamera und MP3-Player - mit einem kleinen Micro-USB-Kabel zu verbinden. Dann ist es möglich, Daten (also Fotos) auszutauschen, wobei eines der beiden Geräte - hier zumeist die Digitalkamera - eine sogenannte Host-Funktionalität bekommt. Mit anderen Worten: Sie übernimmt die Rolle des Computers.

Doch nicht nur das auf diese Weise wieder Speicherkapazität gewonnen werden kann - ein weiterer Vorteil ist die Option, mit dem Display des externen Gerätes, also MP3-Player oder Handy, über dessen Display die Fotos betrachten zu können.

Besitzt das externe Gerät keine Buchse für einen Micro-USB-Stecker, kann man mittels Adapter artfremde USB-Anschlüsse überbrücken.

Darüber hinaus gibt es noch Adapterboxen, die bei fehlendem USB OTG zwischengeschaltet werden können. Diese werden unter dem Namen OTG-Bridge, Syncbox oder auch Copy Bridge gehandelt. Ich bin jedoch der Meinung, dass sich - betrachtet man die Preise für Speichergeräte - die Anschaffung eines solchen Gerätes nicht mehr lohnt.

Wer jedoch einen modernen MP3-Player mit 2 oder gar4 GB Speicherkapazität hat, wird - so denke ich - im Urlaub im Fall der Fälle gern einmal ein paar Musiktitel löschen, um zeitweise Platz für zumeist unwiederbringliche Fotomotive zu schaffen.





Dienstag, 20. März 2007

Zurück in die Zukunft? Einwegspeicher von Scandisk

Wie networld.at berichtet, arbeitet der Speicherspezialist Sandisk an einem neuen WORM-Speicher, der nur einmal beschreibbar ist, dafür angeblich billiger und länger haltbar sein soll. berichtet wird über eine Lebensdauer von 100 Jahren. Bleibt die bereits in einem anderen Post angesprochene Frage, wer in 100 Jahren diese Medien noch auslesen kann...

Fotohandy statt Digitalkamera?

Nach einer Umfrage des Optik-Spezialisten Schneider Kreuznach könnte sich das Handy als Ersatz der Digitalkamera durchsetzen. Zumindest dann, wenn die Handycams gehobene Mittelklasse mit rund 6 Millionen Pixel zu bieten hat. Besonders aufgeschlossen standen Inder und Chinesen den Multifunktionsgeräeten gegenüber. Die ausführliche Studie findet sich hier.

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