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Sonntag, 21. November 2010

Feuerwerke richtig fotografieren

Viele größere Veranstaltungen enden heutzutage mit einem Feuerwerk. Und nicht wenige versuchen mehr oder minder erfolgreich, das Lichtspektakel mit der Kamera festzuhalten. Da nun auch Silvester immer näher rückt und damit eine weitere Gelegenheit, um Feuerwerke abzulichten, möchte ich mich des Themas einmal annehmen.

Standort

Primär wichtig ist der Standort des Fotografen. „Desto näher dran, desto besser“ ist auf jeden Fall der falsche Weg. Nicht nur, dass man steil nach oben fotografieren muss – oftmals gehen einzelne Pyrotechnik-Effekte verloren, da sie von der Kamera nicht erfasst werden können.

Die Distanz bringt es: Aus (etwas) Entfernung hat man (und damit auch die Kamera) den besseren Überblick. Wenn man in der Kameraeinstellung nach oben noch etwas Reserve lässt, ist man im grünen Bereich. Allerdings: Dazu muss man die Örtlichkeiten bzw. den genauen Abschussort des Feuerwerks auch kennen. Es empfiehlt sich im Zweifel, beim Veranstalter oder der Security vor Ort nachzufragen.

Wer mit den Örtlichkeiten vertraut ist, sucht sich einen Standort, der „schmückendes Beiwerk“ bietet. Dies kann eine beleuchtete Hintergrundkulisse sein, aber auch ein spiegelnder See oder Teich im Vordergrund. Dem Einfallsreichtum sind hier keine Grenzen gesetzt.



Ausstattung

Dass ein Stativ zwingend dazu gehört, muss wohl nicht extra Erwähnung finden. Unter drei bis 5 Sekunden Verschlusszeit geht bei Feuerwerken nichts. Notfalls kann ein Säckchen mit Knallerbsen oder ähnliches das Stativ ersetzen – auch eine Mauer, auf dem eine (größere) Kamera abgestellt werden kann, ist hilfreich.

Soweit vorhanden und an der verwendeten Kamera nutzbar, sollte man einen Fernauslöser dabei haben, um Verwacklungen zu vermeiden. Alternativ geht hier auch die zeitverzögerte Selbstauslösung der Kamera. Deren Nachteil ist jedoch, dass relativ viel Zeit zwischen den einzelnen Aufnahmen verloren geht. Und bei einem Feuerwerk von 15 Minuten hat man davon nicht wirklich viel...



Kamera(-einstellungen)

Das Objektiv sollte im Bereich 50 bis etwa 120 mm arbeiten – unter Berücksichtigung der Entfernung des Standorts vom Abschussort. Bei Silvesterfeuerwerken kann man auch unter 50 mm arbeiten (müssen), um alles aufs Bild zu bannen.

Wenn die Kamera über einen Bulb-Modus verfügt (sie löst so lange aus, wie man den Fernauslöser drückt), so sollte man diesen auch nutzen. Eine mittlere Blende ist gegenüber einer völlig geöffneten im Vorteil: Die Lichteffekte kommen besser zur Geltung.

Generell angeraten ist es, den Autofokus zu deaktivieren und manuell scharf zu stellen. Meist reicht (je nach Brennweite und Entfernung) die Einstellung auf unendlich. Dies spart wiederum Zeit (die der Fokussierung) und verhindert Enttäuschungen in Form von unscharfen Fotos.
Wer beleuchteten Vorder- oder Hintergrund in die Aufnahmen einbeziehen will, sollte bereits im Vorfeld mit Belichtungszeit und Blende experimentieren und dies, wenn die ersten Raketen gestartet sind, wiederholen. Man erkennt sehr schnell, ob die Lichtstärke des Feuerwerks angemessen zu Vorder- oder Hintergrund ist.

Unabhängig davon: Eine zu kurze Belichtungszeit zeigt zu wenig Lichteffekte am Himmel. Ist diese aber zu lang, überlagern sich diese und es entstehen Aufnahmen, die überfrachtet wirken.

Letztlich noch ein Thema, welches oft nicht genügend Beachtung findet: Der Weißabgleich. Hier kann keine allgemeingültige Empfehlung gegeben werden, da diese Einstellung sehr von der Kamera abhängig ist. Um zur möglichst originalen Farbwiedergabe zu gelangen, reicht bei mancher Kamera die Automatikeinstellung, während andere explizit auf Tageslicht oder z.B. bewölkt eingestellt werden müssen. Auch hier helfen nur Experimente bzw. die Erfahrungen mit mehreren Aufnahmen. Achtung: Beleuchteter Vorder- und Hintergrund hat bei der Einstellung auf Automatik einen nicht zu unterschätzenden Einfluss.

Fazit: Ein Feuerwerk wirklich gelungen abzulichten – das geht nicht mal einfach so nebenbei mit der Handycam. Der nötige Aufwand jedoch wird belohnt mit Fotos, die immer wieder aufs Neue reizvoll sind und neben dem Fotografen selbst auch die Betrachter begeistern.

Viel Erfolg bei den nächsten Feuerwerks-Aufnahmen!



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Sonntag, 19. September 2010

Warum ich in keiner Foto-Community aktiv bin

Foto-Community ist neudeutsch und steht für Fotogemeinschaften, die im Internet sehr beliebt sind oder zumindest scheinen. Ich selbst habe zwei Accounts in zwei verschiedenen Plattformen, diese aber bis zum heutigen Tag nicht genutzt.

Irgend wie – ich surfte immer wieder einmal da vorbei – schien es mir nicht wirklich um das Anliegen zu gehen, helfend Schwachpunkte an einem Foto aufzuzeigen sowie Lösungsvorschläge für offensichtliche Fehler zu machen, also dem Fotografen einen gwissen Mehrwert zu bieten.

Mir schien es, als funktionieren Foto-Communities genau wie Produktbewertungsportale, Musikdienste und andere „Web 2.0 – Dienste“: Bewertest du meinen Bericht gut, werde ich auch deinen wohlwollend kommentieren. Gibst du mir Punkte für meine gespielten Songs, bepunkte ich dich auch. Und eben auch „schaust du mir mein Foto an und gibst mir Punkte, dann schaue ich auch deine Fotos an“...

Wer sich in einer Community einmal etwas länger aufhält, und zwischen den einzelnen Personen („Nicks“) hin- und herschaltet, wird schnell feststellen, wie eingefahren die Beziehungen der einzelnen Teilnehmer zueinander zumeist sind. In den wenigsten Fällen sind die Kommentare ehrlich gemeint.

Jetzt fand ich einen Artikel von Olaf Bathke aus Oktober 2009 „7 Gründe zum Ausstieg aus einer Foto-Community“, der dies treffend und im Detail beschrieben hat. Der lesenswerte Artikel erlaubt folgendes nachvollziehbares Fazit: Wer in Foto-Comminites aktiv schreibt, braucht viel Zeit für die Kontaktpflege, die Kommentierung u.a. mehr – Zeit, die der ambitionierte Fotograf besser nutzt, um an die Luft zu gehen und Motive für interessante Fotos zu finden.

Nun soll keiner seine Fotos verstecken – ganz im Gegenteil. Das Internet bietet vielfältige Möglichkeiten, eigene Fotos zu präsentieren. Sei es die eigene Website, sei es ein gratis Blog (wie hier blogger.com) seinen es Picasa, Flickr, Posterous oder Twitpic...

Man kann einzelne Fotos oder wahlweise thematische Galerien präsentieren, ist jedoch völlig frei darin, wie und wann man dies tut. Und – dies ist für Viele auch nicht unwichtig – man bleibt unbelastet von den unsäglichen Diskussionen um die technische Ausstattung, die oft selten dazu führt, dass man sich halt doch (eigentlich wider der Vernunft) noch dieses oder jenes Objektiv zugelegt, von der Kamera A auf Kamera B wechselt. Dabei werden die Fotos von der Motivwahl her, von der Vermittlung von Stimmungen, von in Szene gesetzten interessanten Details nicht wirklich besser.

Aus all diesen Gründen werde ich meine Accounts weiterhin nicht nutzen und keine Zeit in Foto-Comminities investieren. Was nicht bedeutet, dass ich die bekannten und auch neuen Portale völlig ignoriere. Ab und an schaue ich schon, wohin die Entwicklung geht....




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Freitag, 2. April 2010

Jürgen Schian – 60 Jahre Amateurfotograf

Ich gebe zu: Ich habe Jürgen Schian nie persönlich kennen lernen dürfen. Nur einmal – vor ca. fünf Jahren - haben wir miteinander telefoniert, als ich die Nutzungsrechte eines Fotos (es waren „Mensch-Ärgere-Dich-Nicht“-Figuren) für ein Webprojekt erwarb.

Irgendwann – eine ganze Zeit später - fand ich dann auf seiner Website einen Link, um einen Newsletter zu abonieren. Was ich dann auch tat. Seit längerer Zeit bin ich somit stiller Leser seiner regelmäßigen, etwa monatlichen Postings und habe mir immer wieder vorgenommen, auf diesem, meinem, Fotoblog auf diverse interessante Beiträge und vor allem Tipps zu verlinken. Bislang allerdings blieb dies bei dem Vorsatz – die tägliche Arbeit hatte Vorrang und so habe ich noch einige Links in der „Wiedervorlage“, die ich eigentlich schon längst publik machen wollte.

Nun erhielt ich Anfang der Woche den neuesten Newsletter von Jürgen Schian, in dem er in aller Bescheidenheit über ein Jubiläum informierte: „60 Jahre Amateurfotograf“. Mit einem Link zu – wie auch sonst immer – einer liebevoll gestalteten Spezialseite.
Für mich war dieser Newsletter zunächst eines: Motivation, mich wieder um mein zugegeben vernachlässigtes Fotoblog zu kümmern. Und mit diesem Beitrag sozusagen eine Reanimation einzuleiten. Mit dem ernsthaften Vorsatz, künftig wieder regelmäßig hier zu schreiben. Dabei ist es ja nicht so, dass ich als Fotograf passiv war – vieles findet sich auf meiner Firmenseite  oder alternativ auf der „Suchhilfe“ für bestimmte Fotos unter http://digitalpilot.wordpress.com/ . Auch bei Panoramio war ich nicht unaktiv, habe dort aber für 2009 noch einige Fotos aufzubereiten und ein- bzw. vorzustellen...

Doch zurück zum Thema dieses Beitrages. Was ich an Jürgen Schian schätze, ist seine Kreativität in der Fotografie im Allgemeinen sowie seine Aufgeschlossenheit gegenüber moderner Technik. Scheinbar mühelos hat er den Wechsel von der „analogen“ zur digitalen Fotografie vollzogen, Und „ganz nebenbei“ hat er sich dem Medium Internet zugewandt und ansprechende, gefallende Präsentationen seiner Arbeit ins Web gestellt. Dass er sich noch immer als „Amateurfotograf“ bezeichnet, sollte manchem vermeintlichen Profi die Schamesröte ins Gesicht treiben. Vor allem dann, wenn man auf seiner Webseite einmal etwas länger stöbert. Wem die Zeit dazu fehlt: Ich habe die Links zu den aus meiner Sicht interessantesten Beiträgen gespeichert und werde hier darüber schreiben und verlinken.

Am heutigen Karfreitag ist es – nach eigenem Bekunden – also 60 Jahre her, seit sich Jürgen Schian erstmalig der Fotografie widmete. Dies ist für mich, der ich seinen fotografischen Arbeiten immer (heimlich) Respekt und Anerkennung zollte mehr als ein Grund, ihm auf diese Weise zum Jubiläum zu gratulieren.

Ich wünsche Ihnen, Herr Schian, auf diesem Weg viel Gesundheit, weiterhin viele kreative Ideen und erfolgreiche Umsetzungen und freue mich, wenn mich Ihr Newsletter in der gewohnten Regelmäßigkeit weiterhin erreicht. Grüßen Sie auch Ihre verständnisvolle Frau, denn ohne einen toleranten Partner an der Seite kann man ein solches Hobby nicht wirklich ausleben.

Mit freundlichen Grüßen aus dem Erzgebirge,
Matthias Mehnert





Mittwoch, 25. März 2009

Mit dem „Lichtpinsel“ durch die Nacht

[Trigami-Review]

Wer mich bzw. meine Fotos kennt, weiß, dass ich ein besonderes Fable für Nachtaufnahmen habe. Im Web habe ich nicht wenige solcher Aufnahmen vorgestellt, so unter


Nachtaufnahmen ermöglichen eine ganz besondere Art der Kreativität, ergeben dabei aber auch eine ganz besondere, reizvolle Wiedergabe der Objekte. Selbst bei Tageslicht eher langweilige Motive können bei geschickter Präsentation in der Nacht einen ganz eigenen Charme entwickeln.

Sicher muss ich nicht erwähnen, dass sich der Blitz bei solchen Aufnahmen von selbst verbietet. Dennoch hatte ich schon immer vor, mit einer individuellen Lichtgestaltung der meist Langzeitaufnahmen mit Stativ das Motiv optisch aufzuwerten. In Frage kommt dabei nur eine leistungsstarke Taschenlampe. Bislang hielt mich das Gewicht und die Größe solcher „Lichtpinsel“ bei akzeptabler Lichtleistungen davon ab, meine Vorstellungen in die Realität umzusetzen.

Mein Glück war, dass ich jetzt im Rahmen eines Trigami-Projektes die Möglichkeit erhielt, eine LED LENSER P7 von http://www.zweibrueder.com zu testen. Was ich genau für diese, meine Zwecke tat. Leider war bislang die Witterung für solche Aufnahmen kaum/nur begrenzt geeignet – aber ich konnte bereits bei ersten Versuchen feststellen, dass ich mit dieser LED-Taschenlampe den „Lichtpinsel“ gefunden habe, wie er mir vorschwebte. Klein und kompakt, aber mit einer schier unbeschreiblichen Lichtleistung. Eigentlich sollte jetzt ein selbsterklärendes Video folgen, welches den Umgang mit der Taschenlampe und mögliche Anwendungsfälle zeigt. Allein: Dies scheiterte daran, dass ich in des Wortes Sinne alle Hände voll zu tun hatte, um die Testaufnahmen zu erstellen und auszuleuchten.

Letzteres allerdings macht mit der LED LENSER P7 besonderen Spaß. Man wählt eine geringe Blende und eine lange Verschlusszeit der Kamera und schickt dann „Lichtblitze“ aus verschiedenen Blickwinkeln an das zu fotografierende Objekt. Das Ergebnis: Während bei Verwendung des Blitzes die Helligkeit zum Objekt zur Entfernung proportional abnimmt und auch eine unerwünschte Schattenbildung nicht zu vermeiden ist, erlaubt der „Lichtpinsel“ eine nahezu schattenfreie (je nach Geschick) Darstellung des Objektes. Da die LED LENSER P7 neben einem sogenannten ECO-Modus (spart Batteriekapazität) und dem Power-Modus für volle Lichtleistung auch noch über einen „Turbo-Tastmodus“ verfügt, ist die Ausleuchtung einer Szene besonders einfach.

Deine Bilder und Fotos in einer Slideshow auf MySpace, Knuddels oder deiner Homepage!alle Bilder dieser Slideshow anzeigen



Hier http://www.zweibrueder.com/produkte/html_highperformance/html_Pserie/p7.php?id=p7 wird die von mir getestete Taschenlampe noch einmal im Detail vorgestellt. Sie ist im Handel für knapp 80.- Euro erhältlich. Und ihr Geld auf jeden Fall wert. Die hochwertige Verarbeitung, der modulare Aufbau (Austausch einzelner Komponenten im Defektfall möglich) sowie die bereits erwähnte sehr hohe Lichtausbeute bei geringer Belastung der Energiequellen (4 AAA-Batterien, die ich vermutlich durch Akkus ersetzen werde), stehen eindeutig auf der Pro-Seite.

Gewöhnungsbedürftig ist lediglich, dass sich der Schalter nicht im Daumenbereich (wie sonst üblich) befindet, sondern am Fußende der Taschenlampe. Daran kann man sich gewöhnen, dafür ist der Schalter im Falle eines Defektes auf dem Batteriefach zugänglich.

Auch sollte nicht unerwähnt bleiben, dass prinzipbedingt die Lichttemperatur eher kalt und im Blautonbereich ist, was jedoch mit entsprechender Fotosoftware problemlos kompensiert werden kann (im Beispiel des Holzstapels realisiert).





Fazit: Die LED LENSER P7 ist quasi „über Nacht“ mein Freund geworden und ich freue mich darauf, bei besseren Witterungsverhältnissen neue, interessante Nachtaufnahmen mit ihr zu gestalten. Ich kann andere Fotofreunde mit gutem Gewissen ermutigen, mit dieser oder einer anderem Taschenlampe auf LED-Basis bei Nacht zu experimentieren. Dass die LED LENSER P7 darüber hinaus hilfreich bei Stromausfall, nächtlichen Wanderungen etc. ist, muss sicher nicht extra erwähnt werden.

Dienstag, 30. Dezember 2008

Photokina 2008 – (k)ein Rückblick

Eigentlich wollte ich das Thema ganz ausblenden. Aber dann gab es Anfragen, weshalb ein Blog zum Thema Fotografie nicht über diese „bedeutsame Messe“, die ja nur aller zwei Jahre stattfindet, berichtet.

Zwischen den Feiertagen ist etwas Zeit, sich dazu zu äußern – also gehen wir es an.

Neugieriger:
Die Photokina 2008 fand vom 23. bis 28. September in Köln statt. Also vor gut einem viertel Jahr. Warum hast du nicht aktuell darüber geschrieben?

Matthias: Nun: Einerseits war die redaktionelle Information im Web mehr als ausreichend – zumindest quantitativ, andererseits habe ich Stimmungen und Stimmen von Herstellern wie Medien natürlich registriert und wollte daraus ein persönliches Fazit ziehen.

Neugieriger: Weshalb diese Einschränkung auf die Quantität der Berichterstattung?

Matthias: Ich will und kann nicht pauschalisieren. Es gab und gibt auch sachliche, kompetente Journalisten, die wirklich etwas von Fotografie verstehen und dies auch publizieren. Nicht zu verkennen ist aber auch die Tatsache, dass viele Redaktionsstuben administrativ den Werbeabteilungen des jeweiligen Verlages unterstehen. Mit anderen Worten: Gute Werbekunden werden bei Laune gehalten.

Neugieriger: Und dann werden Tests manipuliert?

Matthias: Dies sicher nicht. Zumindest ist mir derartiges aus meiner früheren Tätigkeit als freier Redakteur bei einem großem deutschen Verlag im PC-Bereich so nicht offensichtlich geworden. Allerdings wurden kritische Anmerkungen über Produkte von Werbekunden einfach gestrichen. Auch dies trägt zur falschen Meinungsbildung bei.

Neugieriger: Was sind positive Beispiele für Informationsquellen im Internet?

Matthias: Man könnte sicher einige nennen. Ich selbst fühle mich bei http://www.dkamera.de/ sehr wohl. Informative Sachlichkeit – das ist es, was ich mag.

Neugieriger: Nachgefragt: Was stört dich – vor allem im Bezug auf die Berichterstattung zur Photokina 2008 – bei den anderen?

Matthias: Sehr viel. Zum Beispiel, dass Trends propagiert werden, die keine sind. Dass Kleinigkeiten an technischen Verbesserungen als bahnbrechende Erfolge gefeiert werden. Teilweise fehlt die fachliche Kompetenz – man übernimmt zu schnell und zu unkritisch Pressemitteilungen der Anbieter, teilweise ist es der Druck, Seiten zu füllen (sowohl im Web als auch beim Print) und zum Teil sind es die geschilderten Abhängigkeiten von bestimmten Kunden.

Neugieriger: Kannst du dazu Beispiele nennen?

Matthias: Nehmen wir als Beispiel das strittige Thema „Kompaktkameras“ (hier einmal konkret die sogenannten Bridgekameras http://de.wikipedia.org/wiki/Bridgekamera ) vs. DSLR (http://de.wikipedia.org/wiki/Spiegelreflexkamera ). Als die ersten DSLR mit Live-View (http://de.wikipedia.org/wiki/Live-View) auf den Markt kamen, hat man gejubelt. Bis zu dem Zeitpunkt war dies ein typisches Merkmal (und Vorteil) der Kompaktkameras. Videos aufnehmen war (über Sinn und Unsinn kann man streiten) bislang ebenso den Kompakten vorbehalten. Bis die Nikon D90 als erste DSLR dies ebenso ermöglichte. Auf der Photokina folgte Canon mit der Profi-Kamera EOS 5D Mark II (21,1 Megapixel, Preis rund 2.500 Euro). Mit dieser werden in voller HD-Auflösung von 1.920 mal 1.080 Pixel werden so Filme mit 30 Bildern in der Sekunde möglich.

Wirklich interessant ist die zur Messe vorgestellte Panasonic DMC-G1 (http://www.focus.de/digital/foto/panasonic-dmc-g1-spiegelreflexkamera-ohne-spiegel_aid_344261.html ), bei der erstmals auf den Spiegel verzichtet wurde und die – bis auf die Wechselobjektive – eigentlich den Kompakten schon sehr ähnlich ist.

Kurzum: Die Grenzen werden fließender, das Schubladendenken nach dem Motto „Profi = DSLR“ macht aus meiner Sicht keinen Sinn.

Neugieriger: Sind Profis bzw. Semi-Profis nicht wirklich mit einer DSLR besser bedient?

Matthias: Das würde ich so pauschal nicht sagen wollen, da dies von Einsatzzweck abhängig ist. Hätten die Hersteller ihre Bridge-Kameras so weiterentwickelt, wie die DSLR, dann könnte man sich den Aufpreis für die Spiegelreflex oft sparen – sowohl als Amateur wie auch als Profi. Nur ein Beispiel: Sonys R1 hat aufgezeigt, was im Bereich Bridge-Kameras machbar ist. Mir leistet gerade diese Kamera im Bereich Endurosport ausgezeichnete Dienste. Schnelles manuelles Zoomen über einen breiten Bereich, kein Stress mit Staub im Gelände... Ich wüsste nicht, warum ich da auf eine DSLR wechseln sollte.

Das Problem, was ich sehe: Die Anbieter wollen an der Peripherie verdienen. Also neben dem Body möglichst viele Objektive und anderes Zubehör verkaufen. Gewinnmaximierung über Folgegeschäfte quasi. Etwas, dass bei gut ausgestatteten Kompaktkameras nicht möglich ist. Ich bin mir sicher: Allein das Objektiv hätte mich im DSLR-Bereich das gleiche gekostet, wie ich für die gesamte Kompaktkamera Sony R1 bezahlt habe. Und vermutlich ist dies auch der Grund, weshalb Sony die Weiterentwicklung der Kamera eingestellt hat.

Neugieriger: Um noch kurz bei dem Kameras zu bleiben: Welche Entwicklung wünschst du dir für die Zukunft?

Matthias: In meinen Augen sind Gesichtserkennung und Bildstabilisatoren sicher hilfreiche Funktionen, während ich Lächel-, Blinzel- und ähnliche Funktionen als Spielerei sehe und nicht benötige. Die Hersteller sollten ihr KnowHow vielmehr dafür einsetzen, dass Fotografieren in lichtkritischen Situationen zu vereinfachen. Da die Gesetze der Physik nicht zu umgehen sind, sehe ich einen sinnvollen Weg darin, den Pixelwahn zu stoppen und die Sensoren nebst der Optik ausreichend groß zu gestalten. Was zur Zeit im Massenmarkt angeboten wird, ist oft schlichtweg Schrott. Viele der Kameras liefern trotz 10MP-Sensor schlechtere Fotos, als meine ca. sechs Jahre alte Olympus C50 mit 5 MP. Vielleicht hat dieser Markt der „Fun-Cams“ auch seine Berechtigung – aber ich hoffe, dass die Fokussierung auf dieses Segment nicht zu stark wird.

Ach ja: GPS- und WLAN-Fähigkeiten sind zwei Dinge, die ich mir für meine Arbeit mit einer der nächsten Kameras wünsche. Ansonsten geht es zumindest mir so, dass ich eh im manuellen Modus fotografiere und diverse Menüs eher als lästig statt hilfreich empfinde.

Neugieriger: Nun waren ja auf der Photokina nicht nur Kameras zu sehen. Es ging auch um Zubehörprodukte und Bilddienstleistungen. Hast du hier neue Trends ausmachen können?

Matthias: Auf dem Gebiet der professionellen Bildausgabe standen vor allem Single-Pass-Inkjet-Drucker, UV-LED-Drucker und wasserbasierende Latex-Tinten im Fokus. Das sind schon interessante Themen und man darf gespannt sein, was sich hier noch tut. Den Trend zu digitalen Bilderrahmen halte ich persönlich für gepusht – hierzu hatte ich ja bereits im Blog geschrieben (http://asp-fotos.blogspot.com/2008/07/digitale-bilderrahmen-floppen.html ). Was Fotodienstleistungen anbelangt, ist Kreativität gefragt und diese wird sicherlich zu neuen, interessanten Angeboten führen und die bedruckte Kaffeetasse oder das Mauspad ablösen.

Neugieriger: Deine Meinung zur Bildbearbeitungssoftware?

Matthias: Der Platzhirsch ist ja bekanntlich Adobe, die letzte aktuelle Version Photoshop CS 4, mit der man eine Menge machen kann – bis hin zur gezielten Bildmanipulation. Nur: 2000.- Euro sind einerseits kein Pappenstiel, andererseits reichen zur Bildverbesserung auch preiswertere bzw. sogar Gratis-Programme. Einige davon habe ich ja bereits im Blog vorgestellt (http://asp-fotos.blogspot.com/search/label/Bildbearbeitung ). Es stellt sich also wieder die Frage: „Was will man tun?“, um sich für eine bestimmte Software zu entscheiden. In dem Zusammenhang noch ein Tipp: Einige Bildbearbeitungsprogramme bieten gleichzeitig mehr oder minder leistungsstarke Funktionen zur Fotoverwaltung, also der dokumentierten Archivierung bis hin zu Datensicherung. Aus meiner Sicht ein wichtiger Punkt, den man nicht unterschätzen sollte.

Neugieriger: Danke für deine Antworten.

Matthias: Gern geschehen. Ich merke schon: Du hast mir doch noch eine Art Fazit aus dem Kreuz geleiert – wenn auch nicht unbedingt zur Photokina 2008, so doch als Resümee des Jahres 2008...



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Freitag, 19. September 2008

Der Pixelwahn geht weiter - Photokina 2008

Vom 23. bis 28. September findet in Köln die Photokina 2008 statt - die Messe, die Zeichen setzen will für neue Trends im Bereich der Fotografie.

Rund 9 Millionen digitale Kameras gehen in diesem Jahr in Deutschland über den Ladentisch und Constanze Clauß, Sprecherin des Photoindustrie-Verbandes, schwärmt: "Deutschland ist das Land der Fotografen." Insofern verwundert es nicht, dass mehr als 1500 Aussteller in Köln ihre Duftmarke hinterlassen wollen.

Was indess verwundert, ist die Tatsache, dass der Pixelwahn kein Ende findet: "Bei den Kompaktkameras werden wir 15 Millionen Pixel erreichen." Und bei den Spiegelreflex-Kameras könnten auf der Messe schon Modelle mit 24 Millionen Pixel Auflösung zu sehen sein. Star am Sony-Stand zum Beispiel ist die Spiegelreflexkamera a900. Nach Angaben des Herstellers handelt es sich um die weltweit erste digitale Vollformat-Spiegelreflexkamera mit 24,6 Megapixel-Auflösung" - so Frau Clauß.

Vollformat-Kameras einmal außen vor gelassen (da freuen sich die Profis zu recht über mehr Pixel) ist alles andere mehr oder minder ein PR-Gag auf einem Niveau unterhalb der Gürtellinie. Bettina Steeger von Canon bestätigt dies indirekt: "Es dürfen immer ein paar PS mehr sein - auch wenn man diese gar nicht nutzen kann.". Der Vergleich hinkt allerdings insofern, dass man ein mehr an PS im Auto oder Motorrad sehr wohl positiv spürt und - gute Reifen vorausgesetzt - auch auf die Straße bringen kann. Die kleinen Minisensoren der Kompakten (und inzwischen auch vieler Einsteiger-Spiegelreflex-Kameras) können mit dem mehr an Pixeln nun wahrlich nicht umgehen.

Wirklich interessant - zumindest für mich - werden Offerten im Bereich der individuellen Navigation per GPS sein - die kleinen Empfänger für das satellitengestützte globale Ortungssysteme, die helfen, Fotos hinterher einwandfrei einem Aufnahmeort zuzuordnen.

Ein weiterer Trend, dem ich nicht zu folgen vermag, ist die spezielle Form der Gesichtserkennung als sogenannte Lächelautomatik - die Kamera löst aus, wenn die Person lächelt. Diese zunächst bei Kompaktkameras übliche Technik findet jetzt Einzug bei den Camcordern. Mit der HDR-CX11E stellt Sony den nach eigenen Angaben ersten Camcorder mit sogenannter SmileShutter-Funktion vor, wie die Lächelautomatik bei Sony heißt: Während des Films macht der Camcorder automatisch Fotos von lachenden oder zumindest lächelnden Personen.

Wer so etwas braucht, ist in meinen Augen arm dran: Keine noch so intelligente Automatik der Welt ist in der Lage, Stimmungen und Gefühle so zu vermitteln, wie es ein guter Fotograf oder (in letzterem Beispiel) Kameramann kann. Wer keine Emotionen für sein Hobby oder seinen Beruf entwickeln kann, dem hilft auch eine noch so ausgetüfelte Automatik nicht weiter.

Dies ist natürlich meine persönliche Meinung. Und mit dieser kleinen Vorschau auf die Photokina 2008 will ich es bewenden lassen - vielleicht gibt es im späteren Rückblick auf diese Veranstaltung doch Dinge, die berichtenswert sind.






Sonntag, 3. August 2008

als "Reisereporter" eine Kamera gewinnen

Die Preise hören sich nicht schlecht an:
EXILIM EX-Z100 Digitalkamera & 333 Foto-Abzüge als 1. Preis;
Digitalkamera1 Jahres-Abo des Magazins „Foto Praxis“ & 222 Foto-Abzüge als 2. Preis;
1 Foto-Buch „Pixum EasyBook“ Hardcover, 26 Seiten & 111 Foto-Abzüge als 3. Preis;
sowie
25 Gratis-Foto-Abzüge im 10cm-Format (exkl. Bearbeitung u. Versand) für alle Teilnehmer.

Pixum.de schreibt das Gewinnspiel wie folgt aus: "Sie haben auch einen unvergesslichen Urlaub erlebt? Dann laden Sie einfach Ihre Fotos samt Urlaubsbericht mit unserem Formular hoch und schon können Sie einen der hochwertigen Preise gewinnen!"

Einsendeschluss für den Foto-Wettbewerb “Pixum SummerZoom 2008” ist der 31.10.2008, wobei Fotos von professionellen Fotografen bei der Auswahl nicht berücksichtigt werden.






Samstag, 2. August 2008

Fotodateien: Original, Kopie, Bearbeitung

Die meisten (Hobby-) Fotografen werden ihre digitalen Schnappschüsse im sogenannten JPG-Format speichern und diese von der Speicherkarte der Kamera dann auf den Computer übertragen. Was viele nicht wissen: Mit jeden Öffnen und wieder Speichern einer solchen Foto-Datei geht eine erneute Komprimierung und damit ein Qualitätsverlust einher. Wer beim Kleinrechnen für Web-Galerien, E-Mails oder Ebay nicht aufpasst, hat deshalb schnell ein Problem: Es ist plötzlich kein optimales Original mehr vorhanden.

Programme, wie Picasa von Google umgehen dies, da das Original bei allen Bildbearbeitungen unangetastet bleibt und Veränderungen stets an einer Kopie vorgenommen werden. Wer jedoch Photoshop oder ein adäquates Programm verwendet, muss selbst darauf achten, dass er die modifizierte Variantes eines Fotos unter anderem Namen bzw. als Kopie speichert.

Bei Spiegel Online findet sich ein interessanter Beitrag, der sich zwar mit der Bildbearbeitung unter Photoshop befasst, aber sinngemäß auch für fast jede andere Bildbearbeitungssoftware Gültigkeit hat.

Mein Fazit: Besonders für Gelegenheitsfotografen und/oder Computerunerfahrene ein sehr lesenswerter Artikel.


Mittwoch, 2. Juli 2008

Camera Tossing und andere Experimente

Camera Tossing ist neudeutsch und steht für Kamera werfen. Und damit das Ganze ein wenig Sinn macht, natürlich mit geöffnetem Verschluss. So sollen - wie in der Werbung für das neue Heft von CHIP FOTOVIDEO digital zu lesen - spektakuläre Aufnahmen enstehen.

Freuen dürften sich vor allem die Kamerahersteller - wenn es denn mit dem Auffangen irgend wann einmal nicht wie gewünscht klappt...

Wischeffekte hingegen, wie in dem genannten Heft auch beschrieben, sind weniger riskant für den eigenen Geldbeutel und führen ebenso so zu teils beeindruckenden Ergebnissen. Die gilt sowohl für Aufnahmen am Tage als auch Nachtaufnahmen.

In diesem Zusammenhang kann ich aus eigener Erfahrung nur den Tipp geben, scheinbar misslungene Aufnahmen nicht per Entscheidung am Minidisplay der Kamera zu löschen. Vielmehr sollte, sofern die Speicherkapazität der Kamera nicht ausgereizt ist, diese Entscheidung erst am häuslichen PC(-Monitor) fallen.

Nicht selten bemerkt man dann, dass der Verwackler quasi per Zufall eine interessante Aufnahme generiert hat. Wie bei nebenstehendem Beispiel. Aufgenommen bei einer Enduro-Veranstaltung.

Das kleine Vorschaubildchen gibt in etwa das wieder, was man auf dem Display der Kamera auch sieht. Schaut man sich das Foto jedoch in groß an (Klick ins Bild), dann wirkt es - meiner Meinung nach - schon beeindruckend und zeigt auch die Dynamik, die in dieser Sportart steckt.

Wer selbst solche oder ähnliche Erfahrungen gemacht hat, wird dies vielleicht künftig nicht dem Zufall überlassen wollen. Enstprechende Anregungen verspricht der Workshop im genannten CHIP-Heft. Und wie gesagt: Die Anregungen zum Camera Tossing muss man ja nicht wirklich befolgen.




myby.de



Dienstag, 3. Juli 2007

Speicher in der Not: USB OTG

Wer MP3-Player oder andere Geräte mit diesem Logo sein Eigen nennt, hat als Hobbyfotograf gute Karten, wenn die Speicherkarte der Digitalkamera erschöpft ist: OTG steht für USB On-the-go und ermöglicht es, direkt auf derartige externe Datenspeicher zu kopieren.

Während man normalerweise für den Datentransfer zwischen Kamera und MP3-Player einen Computer benötigen würde, erfolgt mit dem seit Ende 2001 verfügbaren USB OTG die Datenkommunikation direkt zwischen den beiden Geräten. Dazu reicht es aus, beide Geräte - also Digitalkamera und MP3-Player - mit einem kleinen Micro-USB-Kabel zu verbinden. Dann ist es möglich, Daten (also Fotos) auszutauschen, wobei eines der beiden Geräte - hier zumeist die Digitalkamera - eine sogenannte Host-Funktionalität bekommt. Mit anderen Worten: Sie übernimmt die Rolle des Computers.

Doch nicht nur das auf diese Weise wieder Speicherkapazität gewonnen werden kann - ein weiterer Vorteil ist die Option, mit dem Display des externen Gerätes, also MP3-Player oder Handy, über dessen Display die Fotos betrachten zu können.

Besitzt das externe Gerät keine Buchse für einen Micro-USB-Stecker, kann man mittels Adapter artfremde USB-Anschlüsse überbrücken.

Darüber hinaus gibt es noch Adapterboxen, die bei fehlendem USB OTG zwischengeschaltet werden können. Diese werden unter dem Namen OTG-Bridge, Syncbox oder auch Copy Bridge gehandelt. Ich bin jedoch der Meinung, dass sich - betrachtet man die Preise für Speichergeräte - die Anschaffung eines solchen Gerätes nicht mehr lohnt.

Wer jedoch einen modernen MP3-Player mit 2 oder gar4 GB Speicherkapazität hat, wird - so denke ich - im Urlaub im Fall der Fälle gern einmal ein paar Musiktitel löschen, um zeitweise Platz für zumeist unwiederbringliche Fotomotive zu schaffen.





Donnerstag, 28. Juni 2007

Speicherkarte gelöscht? Tipps zur Selbsthilfe

Ob aus Versehen gelöscht, ob während der Übertragung der Fotodateien auf den Computer versehentlich die Verbindung unterbrochen - es gibt verschiedene Gründe, weshalb plötzlich die so wichtigen Fotos (oder auch andere Dateien) nicht mehr gelesen werden können.

Egal ob Memory Stick, SD-Karte oder andere Speichermedien: Es gibt hilfreiche Programme, die in den allermeisten Fällen zur Datenrettung beitragen. Damit diese nützlichen Tools hilfreich zur Anwendung kommen können, ist nur eines wichtig: Die betreffenden Speichermedien nicht beschreiben.

Das bedeutet:
  • keine neuen Fotos aufnehmen;
  • keine Dateien auf diesen Datenspeicher kopieren;
  • sofern möglich, den Schreibschutz aktivieren.
Und wo finden sich nun die hilfreichen Programme? Natürlich - wie so oft - im Internet. Ein kostenloses Programm ist der PC Inspektor, den ich aus persönlicher Erfahrung empfehlen kann. Das Programm kennt die meisten Dateiformate, läuft unter allen Win 9x, ME, NT 4.0, XP und Windows™ 2000 Systemen und ist intuitiv bedienbar.

Andere Programme sind Digital Image Recovery, Davory, Photorecovery for Digital Media und PhotoRescue, die - allerdings nur als Demo - ebenfalls aus dem Web geladen werden können.

Hintergrund für diese vermeintlich unerwartete Hilfe: Werden einer digitalen Speicherkarte die Bilder gelöscht, sind die Fotos nicht unbedingt überschrieben. Denn beim Löschvorgang werden die Daten nicht gelöscht, sondern nur aus dem Dateisystem entfernt. Sofern man in der Zwischenzeit keine neuen Fotos geschossen hat, sind die Daten in den meisten Fällen noch auf der Karte und können mit spezieller Software extrahiert und gerettet werden.

Sollten Sie auf diesen Beitrag gestoßen sein, weil Sie genau vor diesem Problem stehen, dann wünsche ich Ihnen viel Erfolg beim Wiederherstellen der oftmals unwiederbringlichen Fotos.

Wer weitere Gratis-Programme kennt, kann dies gern als Information mitteilen.




Samstag, 26. Mai 2007

RAW-Konverter als Gratis-Software

"S7raw" nennt sich - etwas eigenwillig - ein Freeware-Tool zur Verwaltung, Bearbeitung und Konvertierung von Fotos im RAW-Format.

Als Rohdatenformat oder RAW (englisch raw = roh) bezeichnet man ein jeweils modellabhängiges Dateiformat bei Digitalkameras, bei dem die Kamera die Daten nach der Digitalisierung weitgehend ohne Bearbeitung auf das Speichermedium schreibt.

Obwohl sich die Funktionsweise der digitalen Bildsensoren verschiedener Hersteller und Modelle im Allgemeinen nicht wesentlich unterscheidet, sind die abgespeicherten RAW-Formate zueinander nicht kompatibel (Quelle: Wikipedia).

S7raw wandelt die Fotos in 8- oder 16-Bit PSD und TIFF- sowie JPEG-Format. Daneben bietet s7raw Bildbearbeitungsoptionen zum Drehen von Bildern und Modifizieren von Helligkeit, Kontrast, Farbsättigung und Farbton an. Auch der Schärfegrad lässt sich lässt sich modifizieren. Darüber hinaus bietet s7raw die Massenbearbeitung von Bildern mittels integrierter Batch-Funktion an.

Hier geht es zum Download der Software.


Microsoft plant neues Fotoformat namens HD

Microsoft will nach einer Meldung von Heise sein Fotoformat HD Photo, ehemals bekannt als WMP (Windows Media Photo) standardisieren lassen.

Ziel ist es, dem Quasi-Standard JPEG Paroli zu bieten. Dieses stößt bei den kontinuierlich steigenden Ansprüchen von Hobbyfotografen mittlerweile an seine natürlichen Grenzen.

HD Photo hat dem gegenüber tatsächlich Vorteile zu bieten: Statt 8 Bit, stellt das Microsoft-Format 16 oder 32 Bit pro Farbe zur Verfügung. Auch soll das Format im Vergleich zu JPEG verlustbehaftet doppelt so stark komprimieren, sprich bei gleicher Dateigröße bessere Qualität liefern oder bei vergleichbarer Qualität mit einer halb so großen Datei auskommen.

Microsoft hat außerdem ein HD-Photo-Plug-In für Adobe Photoshop angekündigt, welches sich zur Zeit noch im Beta-Test befindet und vorerst nur für die Windows-Plattform verfügbar ist. Entwickelt wurde das Plug-In zusammen mit Pegasus Imaging und Adobe. Damit wird Photoshop CS2 oder CS3 in der Lage sein, das HD-Photo-Format zu lesen und zu schreiben.











HDR-Fotografie ermöglicht effektvolle Aufnahmen

HDR steht für High Dynamic Range und ermöglicht es, einen Kontrastumfang von 100.000:1 darzustellen (Digitalkameras liefern lediglich 1000:1). Der Trick: Belichtungsreihen von unter- bis überbelichtet vom gleichen Motiv, die dann am Computer bearbeitet (zusammengefasst) werden.

Die wohl bekannteste Software für die HDR-Fotografie ist Photomatix. Eine informative Einführung in das Thema mit Fotobeispielen findet sich bei Spiegel Online, darüber hinaus finden sich im Web jede Menge Websites, die sich dem Thema widmen.

So befasst sich die Netzwelt in einem Beitrag mit Alternativen zu Photomatix. Eine sehr schöne Fotostrecke mit Beispielen findet sich bei CHIP online. Vielleicht eine gute Anregung, es selbst einmal mit dieser Art der der Fotografie zu versuchen...




Tankgewinnspiel.com


Samstag, 5. Mai 2007

Photoshop kreativ nutzen - Buchtipp





Sind die meisten der zuletzt erschienenen Bücher zu Adobes Photoshop fast ausschließlich auf die aktuellen CS-Versionen zugeschnitten gewesen, so verspricht das neue Buch "Photoshop Farbkorrektur" von Dan Margulis, ISBN 978-3-8273-2546-4, Addison-Wesley, versionsunabhängig zu sein. Damit kann die "Bibel der Farbkorrektur", die in der 5. Auflage komplett für die Digitalfotografie überarbeitet wurde und erstmals in deutscher Sprache erscheint, auch von Nutzern älterer Photoshop-Versionen genutzt werden.

Das Buch besteht aus 588 Seiten und enthält ergänzend eine CD, die neben Bildmaterial alle Übungen zur Farbkorrektur zum Nachvollziehen enthält.

Angesprochen werden sollen mit dem knapp 60.- Euro teuren Buch professionelle Photoshop-Anwender und Digitalfotografen sowie Umsteiger aus der analogen Fotografie.

Gegenwärtig kann das Buch bei Amazon z.B. vorbestellt werden.



Freitag, 4. Mai 2007

Sony bringt WLAN-Kamera

Was sich mancher ambitionierte Fotograf schon länger wünscht - die Mobilität der Kamera in Hinblick auf Datenaustausch/Druck - macht Sony jetzt war und bringt eine WLAN-Kamera.

Wer jedoch glaubt, dass es sich um eine Semiprof-Kamera handelt, wird enttäuscht: Die Funkkamera namens Cyber-shot DSC-G1 ist eine Kompakte mit sechs Megapixel und zwei Gigabyte an internem Speicher. Sie kann jedoch über entsprechende Memory-Sticks (Duo- und Pro-Duo) aber auf bis zu zehn Gigabyte aufgerüstet werden.

Foto: Sony



Für den drahtlosen Austausch von Daten über WLAN setzt Sony auf den Standard der Digital Living Network Alliance (DLNA) - weisen Geräte wie PCs, Notebooks, Projektoren oder Fernseher das DLNA-Logo auf, kann die Kamera mit diesen kommunizieren.

Die weiteren Daten in Kurzform:

-Dreifach-Zoomobjektiv
- 3,5-Zoll-Display mit 921.000 Pixel
- ISO 1000 an.
- ca. 600 Dollar

Was bleibt ist die Hoffnung, dass es in absehbarer Zeit eine Lösung zum Nachrüsten gibt, um z.B. bei Events Fotos in Echtzeit auf PC/Beamer und/oder Drucker zu bringen.


DSL Banner Nr. 25

Sättigung bei Digitalkameras spätestens 2010

Nach dem US-Marktforschungsinstitut IDC wird 2010 der Gipfel im Absatz von Digitalkameras erreicht. Die Hersteller würden deshalb schon jetzt ihren Fokus auf Kunden richten, die sich Zweit- oder Drittgeräte anschaffen.

Für 2007 rechnet IDC mit insgesamt 114 Mio. verkauften Digitalkameras, was gegenüber dem Vorjahr ein Plus von acht Prozent bedeutet. Allerdings ist der Absatz in Deutschland bereits rückläufig: Der Branchenverband BITKOM rechnet für 2007 mit 6,7 Mio. verkauften Digitalkameras nach 7,1 Mio. im Vorjahr.

Dem gegenüber steigt die Beliebtheit von digitalen Spiegelreflexkameras - hier prognostizieren die US-Marktforscher auch 2011 noch ein Wachstum von neun Prozent auf 8,5 Mio. verkaufte Geräte. Die Profigeräte seien erst jetzt schnell genug und mit einer Auflösung ausgestattet, mit der den analogen Vorgängern die Stirn geboten werden könne, erklärt Michael Schidlack, BITKOM-Bereichsleiter Consumer Electronics & Digital Home, den Run.



Alles zum Thema Digitale Fotografie finden Sie bei QUELLE

Dienstag, 20. März 2007

Im Test: Ein Cubelite Fotozelt

Für optimale Produktpäsentationen braucht es mehr, als nur einen Fotoapparat. Beispielsweise eine ausgewogene Beleuchtung - möglichst mit neutralem Hintergrund, wie es für das Freistellen von Fotomotiven erforderlich ist. Ein Fotozelt kann hierfür sehr hilfreich sein. In der Netzwelt wurde ein solches Fotozelt getestet.

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