Sonntag, 21. November 2010

Feuerwerke richtig fotografieren

Viele größere Veranstaltungen enden heutzutage mit einem Feuerwerk. Und nicht wenige versuchen mehr oder minder erfolgreich, das Lichtspektakel mit der Kamera festzuhalten. Da nun auch Silvester immer näher rückt und damit eine weitere Gelegenheit, um Feuerwerke abzulichten, möchte ich mich des Themas einmal annehmen.

Standort

Primär wichtig ist der Standort des Fotografen. „Desto näher dran, desto besser“ ist auf jeden Fall der falsche Weg. Nicht nur, dass man steil nach oben fotografieren muss – oftmals gehen einzelne Pyrotechnik-Effekte verloren, da sie von der Kamera nicht erfasst werden können.

Die Distanz bringt es: Aus (etwas) Entfernung hat man (und damit auch die Kamera) den besseren Überblick. Wenn man in der Kameraeinstellung nach oben noch etwas Reserve lässt, ist man im grünen Bereich. Allerdings: Dazu muss man die Örtlichkeiten bzw. den genauen Abschussort des Feuerwerks auch kennen. Es empfiehlt sich im Zweifel, beim Veranstalter oder der Security vor Ort nachzufragen.

Wer mit den Örtlichkeiten vertraut ist, sucht sich einen Standort, der „schmückendes Beiwerk“ bietet. Dies kann eine beleuchtete Hintergrundkulisse sein, aber auch ein spiegelnder See oder Teich im Vordergrund. Dem Einfallsreichtum sind hier keine Grenzen gesetzt.



Ausstattung

Dass ein Stativ zwingend dazu gehört, muss wohl nicht extra Erwähnung finden. Unter drei bis 5 Sekunden Verschlusszeit geht bei Feuerwerken nichts. Notfalls kann ein Säckchen mit Knallerbsen oder ähnliches das Stativ ersetzen – auch eine Mauer, auf dem eine (größere) Kamera abgestellt werden kann, ist hilfreich.

Soweit vorhanden und an der verwendeten Kamera nutzbar, sollte man einen Fernauslöser dabei haben, um Verwacklungen zu vermeiden. Alternativ geht hier auch die zeitverzögerte Selbstauslösung der Kamera. Deren Nachteil ist jedoch, dass relativ viel Zeit zwischen den einzelnen Aufnahmen verloren geht. Und bei einem Feuerwerk von 15 Minuten hat man davon nicht wirklich viel...



Kamera(-einstellungen)

Das Objektiv sollte im Bereich 50 bis etwa 120 mm arbeiten – unter Berücksichtigung der Entfernung des Standorts vom Abschussort. Bei Silvesterfeuerwerken kann man auch unter 50 mm arbeiten (müssen), um alles aufs Bild zu bannen.

Wenn die Kamera über einen Bulb-Modus verfügt (sie löst so lange aus, wie man den Fernauslöser drückt), so sollte man diesen auch nutzen. Eine mittlere Blende ist gegenüber einer völlig geöffneten im Vorteil: Die Lichteffekte kommen besser zur Geltung.

Generell angeraten ist es, den Autofokus zu deaktivieren und manuell scharf zu stellen. Meist reicht (je nach Brennweite und Entfernung) die Einstellung auf unendlich. Dies spart wiederum Zeit (die der Fokussierung) und verhindert Enttäuschungen in Form von unscharfen Fotos.
Wer beleuchteten Vorder- oder Hintergrund in die Aufnahmen einbeziehen will, sollte bereits im Vorfeld mit Belichtungszeit und Blende experimentieren und dies, wenn die ersten Raketen gestartet sind, wiederholen. Man erkennt sehr schnell, ob die Lichtstärke des Feuerwerks angemessen zu Vorder- oder Hintergrund ist.

Unabhängig davon: Eine zu kurze Belichtungszeit zeigt zu wenig Lichteffekte am Himmel. Ist diese aber zu lang, überlagern sich diese und es entstehen Aufnahmen, die überfrachtet wirken.

Letztlich noch ein Thema, welches oft nicht genügend Beachtung findet: Der Weißabgleich. Hier kann keine allgemeingültige Empfehlung gegeben werden, da diese Einstellung sehr von der Kamera abhängig ist. Um zur möglichst originalen Farbwiedergabe zu gelangen, reicht bei mancher Kamera die Automatikeinstellung, während andere explizit auf Tageslicht oder z.B. bewölkt eingestellt werden müssen. Auch hier helfen nur Experimente bzw. die Erfahrungen mit mehreren Aufnahmen. Achtung: Beleuchteter Vorder- und Hintergrund hat bei der Einstellung auf Automatik einen nicht zu unterschätzenden Einfluss.

Fazit: Ein Feuerwerk wirklich gelungen abzulichten – das geht nicht mal einfach so nebenbei mit der Handycam. Der nötige Aufwand jedoch wird belohnt mit Fotos, die immer wieder aufs Neue reizvoll sind und neben dem Fotografen selbst auch die Betrachter begeistern.

Viel Erfolg bei den nächsten Feuerwerks-Aufnahmen!



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Sonntag, 7. November 2010

Bilderklau im Internet

Es ist meist so einfach, sich im Web mit den Fotos anderer zu schmücken. Oft reicht (beim PC) ein Klick mit der echten Maustaste, um ein Foto zu speichern und für eigene Zwecke zu verwenden.

Wer dann noch "clever" genug ist, benennt erst einmal den Dateinamen um, bevor er es online wieder verwendet. In der Regel sind es Zufälle, dass man eigene Fotos bei Anderen wieder findet. Beispielsweise durch die Google-Bildersuche. Oder man recherchiert selbst bzw. nutzt entsprechende Software oder Dienstleister.

Mitunter sind die Fotodiebe aber so dreist, dass man dies nicht einmal tun muss. Sie sparen sich neben den Kosten für den rechtmäßigen Erwerb der Fotos auch noch die Hostingkosten und binden das Bild einfach ein. In Blogsoftware zum Beispiel geht dies ganz einfach mit "Bild URL kopieren". Was hier automatisch im Hintergrund passiert, kann man auch in jeder beliebigen Webseite manuell nachvollziehen...

Einziger Haken: Wer entsprechende Auswertungstools für seine Website oder sein Blog am Laufen hat, bemerkt recht schnell diese diebischen Elstern.

Ich bin jetzt per Zufall auf einen Beitrag von Jochen Schweizer gestoßen, der genau diese Situation beschreibt.
Und gleich noch eine clevere Lösung für solche Fälle mitliefert: Man ersetze das betreffende Foto temporär durch eine (möglichst gleich große) kreativ gestaltete Werbegrafik. Diese muss natürlich den gleichen (ursprünglichen) Dateinamen erhalten.

Und schon sehen alle Besucher der Website des Diebes, was Sache ist. Je nachdem, wie intensiv der Betreffende die Website pflegt, kann diese unerwartete Werbung schon einige Zeit für Interesse sorgen. Im geschilderten Beispiel dauerte es eine Woche, bis der diebische Seitenbetreiber darauf aufmerksam wurde.

Mir persönlich gefällt diese Variante wesentlich besser, als gleich mittels Anwalt schweres Geschütz in Stellung zu bringen.



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Sonntag, 10. Oktober 2010

Fundstück: "Schöner fotografieren"

Zum Thema Fotografie finden sich im Web viele Beiträge - kurze, längere, oberflächliche, detaillierte, langweilige und interessante.

Ich bin auf die Website von Andreas Hurni aus der Schweiz gestoßen, der unter "Schöner Fotografieren"  eine wahre Goldgrube an Informationen rund um die Fotografie angelegt hat.

Die thematische Vielfalt ist ausreichend, daraus zig eigene Blogbeiträge zu verfassen. Aber das wäre ein Frevel am Original.

Von der Bildgestaltung über die Bildwirkung, der Bildsprache bis hin zu diversen Foto-Techniken wird alles angesprochen, was in der Fotografie relevant ist.

Selbst die "kurze Einführung in die Fotografie" (Bildgestaltung) ist nicht wirklich kurz, sondern ausführlich genug, um dem Anliegen der Wissensvermittlung gerecht zu werden.

Der angenehme und verständliche Schreibstil trägt dazu bei, dass man nicht nach den ersten Zeilen entnervt weg klickt, sondern sich von Thema zu Thema hangelt.

Mein Tipp: Unbedingt einmal vorbei schauen. Und falls die Zeit nicht reicht, in die Lesezeichen aufnehmen. Es lohnt sich!




fotokasten.de



Sonntag, 26. September 2010

Bridgekamera plus Wechselobjektive gleich Systemkamera ?

Die Marketingexperten lassen auch in der Kamerabranche nichts unversucht, um mit neuen Begrifflichkeiten bereits vorhandenes neu zu etikettieren. Wikipedia meint „Als Bridgekamera wird eine Kamera bezeichnet, die Eigenschaften von Spiegelreflexkameras und Kompaktkameras vereinigt, also in Bezug auf Ausstattungs-, Qualitäts- und Funktionsmerkmale eine Brücke zwischen beiden Konstruktionsprinzipien schlägt. Dieser Kameratyp wird oft auch als Prosumerkamera bezeichnet.“

Eine typische Bridgekamera war zum Beipiel die Sony DSC-R1, die bereits 2005 auf den Markt kam. Sie war in ihrer Ausstattung mancher DSLR überlegen, vielen ebenbürtig. Allein das Objektiv hat den Wert einer Einsteiger-DSLR. Die Sony DSC-R1 wurde für 900.- EUR auf dem Markt gebracht, der Straßenpreis lag bei um die 800.- EUR. In meinen Augen wäre sie – bei wechselbaren Objektiven – jetzt als „Systemkamera“ auf dem Markt. Doch eigentlich braucht sie die nicht, da sie ein leistungsstarkes Objektivmit einem Brennweitenbereich von 23 bis 120 mm (LB-äquvalent) bei eib F2,8 beginnend mitbringt.

Foto-Reporter.de schrieb bereits im Januar 2010 unter „Nur so’n Gedanke: Fünf Gründe, weshalb Spiegelreflexkameras Auslaufmodelle sind“ seine Argumente gegen die DSLR, die im Wesentlichen Argumente gegen den Spiegel sind. Der aktuelle Trend auf der Photokina bestätigt ihn in seiner Einschätzung.

Wohlbemerkt: Wir sprechen beide nicht von den kleinen Kompakten, die mit ihren Mini-Sensoren weder den Bridge- (oder eben System-) noch den DSLR-Kameras das Wasser reichen können. Wir meinen schon Gehäuse mit einem ordentlichen Innenleben, der dem einer vernünftigen DSLR entspricht.

Dass Sony nach 2005 keinen Nachfolger der R1 heraus gebracht hat, lag meiner Meinung nach am Produktmanagement: Man wollte sich seine neunen DSLR-Angebote nicht durch preislich günstige Alternativen aus dem eigenen Haus kaputt machen. Immerhin war die R1 für ein Geld zu haben, welches man bei DSLR bereits für ein gutes Objektiv auf den Tisch legt. Nun aber scheint die Zeit bei Nikon, Canon und eben auch bei Sony reif für solche Kameras (mit Wechselobjektiven), die halt nun als Systemkameras angeboten werden.




Die DSLR wird, so denke ich, künftig eine andere Bedeutung und ein anderes Einsatzgebiet bekommen: Sie eignet sich im Profibereich bestens für das Filmen und kann beste Ergebnisse für einen wesentlich geringeren Bechaffungswert gegenüber üblicher semiproffesioneller Videotechnik bieten. Wer weiß, wie man die Schärfe ziehen muss, wird als Filmer wohl alsbald nach entsprechenden DSLR-Kameras schauen. Inzwischen entstanden erste Spiel- und Dokumentarfilme, die durchgehend mit DSLR gedreht worden – in voller HD-Auflösung, versteht sich.

Halten wir fest: Es gibt, zumindest aus meiner Sicht, keine Gründe, Bridge- und Systemkameras als Einteilungskriterien nebeneinander zu führen. Schließlich ist die Bridge von gestern mit Objektivring die Systemkamera von heute. Von einem der beiden Begriffe sollten wir uns verabschieden.

All diesen Kameras, die eine integrierte Videofunktion haben, ist gemeinsam, dass diese bessere Ergebnisse als die Handyvideos liefern. Dass also das Handy die kleinen Kompakten in absehbarer Zeit von Markt verdrängt, ist nicht zu erwarten. Eher erhalten die Kameras Handy-Funktionen (wie Kontakt zum Internet zum Upload von Fotos und Videos) .

Nach der diesjährigen Photokina erkenne ich auch weiterhin drei relevante Kameragruppen (wenn auch mit veränderten Eigenschaften):

  • Die kompakte „Immer-dabei-Kamera“ mit vielen Motivprogrammen und auch Spielereien (Stichwort Lächelerkennungsfunktion) und zunehmender Wertlegung auf Äußerlichkeiten (Farbigkeit, wechselbare Designelemente), teils mit, teils ohne ausfahrbare Optik;
  • Die Bridge-Kamera mit oder ohne Wechselobjektive, die viele Elemente der DSLR überbehmen und Leistungspaparmeter bieten wird, wie wir sie aus dem Mittelfeld der DSLR der jüngeren Vergangenheit kennen;
  • Die DSLR schlechthin, deren Zielgruppe sich in Richtung ambitionierte Amateure/Profis verschieben wird mit dem Teilsegment im Highend-Bereich, das für das Filmen prätestiniert ist.
Falls jemand meine persönliche Einschätzung nicht teilt – nur her mit euren Meinungen ;-)



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Sonntag, 19. September 2010

Warum ich in keiner Foto-Community aktiv bin

Foto-Community ist neudeutsch und steht für Fotogemeinschaften, die im Internet sehr beliebt sind oder zumindest scheinen. Ich selbst habe zwei Accounts in zwei verschiedenen Plattformen, diese aber bis zum heutigen Tag nicht genutzt.

Irgend wie – ich surfte immer wieder einmal da vorbei – schien es mir nicht wirklich um das Anliegen zu gehen, helfend Schwachpunkte an einem Foto aufzuzeigen sowie Lösungsvorschläge für offensichtliche Fehler zu machen, also dem Fotografen einen gwissen Mehrwert zu bieten.

Mir schien es, als funktionieren Foto-Communities genau wie Produktbewertungsportale, Musikdienste und andere „Web 2.0 – Dienste“: Bewertest du meinen Bericht gut, werde ich auch deinen wohlwollend kommentieren. Gibst du mir Punkte für meine gespielten Songs, bepunkte ich dich auch. Und eben auch „schaust du mir mein Foto an und gibst mir Punkte, dann schaue ich auch deine Fotos an“...

Wer sich in einer Community einmal etwas länger aufhält, und zwischen den einzelnen Personen („Nicks“) hin- und herschaltet, wird schnell feststellen, wie eingefahren die Beziehungen der einzelnen Teilnehmer zueinander zumeist sind. In den wenigsten Fällen sind die Kommentare ehrlich gemeint.

Jetzt fand ich einen Artikel von Olaf Bathke aus Oktober 2009 „7 Gründe zum Ausstieg aus einer Foto-Community“, der dies treffend und im Detail beschrieben hat. Der lesenswerte Artikel erlaubt folgendes nachvollziehbares Fazit: Wer in Foto-Comminites aktiv schreibt, braucht viel Zeit für die Kontaktpflege, die Kommentierung u.a. mehr – Zeit, die der ambitionierte Fotograf besser nutzt, um an die Luft zu gehen und Motive für interessante Fotos zu finden.

Nun soll keiner seine Fotos verstecken – ganz im Gegenteil. Das Internet bietet vielfältige Möglichkeiten, eigene Fotos zu präsentieren. Sei es die eigene Website, sei es ein gratis Blog (wie hier blogger.com) seinen es Picasa, Flickr, Posterous oder Twitpic...

Man kann einzelne Fotos oder wahlweise thematische Galerien präsentieren, ist jedoch völlig frei darin, wie und wann man dies tut. Und – dies ist für Viele auch nicht unwichtig – man bleibt unbelastet von den unsäglichen Diskussionen um die technische Ausstattung, die oft selten dazu führt, dass man sich halt doch (eigentlich wider der Vernunft) noch dieses oder jenes Objektiv zugelegt, von der Kamera A auf Kamera B wechselt. Dabei werden die Fotos von der Motivwahl her, von der Vermittlung von Stimmungen, von in Szene gesetzten interessanten Details nicht wirklich besser.

Aus all diesen Gründen werde ich meine Accounts weiterhin nicht nutzen und keine Zeit in Foto-Comminities investieren. Was nicht bedeutet, dass ich die bekannten und auch neuen Portale völlig ignoriere. Ab und an schaue ich schon, wohin die Entwicklung geht....




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Freitag, 2. April 2010

Jürgen Schian – 60 Jahre Amateurfotograf

Ich gebe zu: Ich habe Jürgen Schian nie persönlich kennen lernen dürfen. Nur einmal – vor ca. fünf Jahren - haben wir miteinander telefoniert, als ich die Nutzungsrechte eines Fotos (es waren „Mensch-Ärgere-Dich-Nicht“-Figuren) für ein Webprojekt erwarb.

Irgendwann – eine ganze Zeit später - fand ich dann auf seiner Website einen Link, um einen Newsletter zu abonieren. Was ich dann auch tat. Seit längerer Zeit bin ich somit stiller Leser seiner regelmäßigen, etwa monatlichen Postings und habe mir immer wieder vorgenommen, auf diesem, meinem, Fotoblog auf diverse interessante Beiträge und vor allem Tipps zu verlinken. Bislang allerdings blieb dies bei dem Vorsatz – die tägliche Arbeit hatte Vorrang und so habe ich noch einige Links in der „Wiedervorlage“, die ich eigentlich schon längst publik machen wollte.

Nun erhielt ich Anfang der Woche den neuesten Newsletter von Jürgen Schian, in dem er in aller Bescheidenheit über ein Jubiläum informierte: „60 Jahre Amateurfotograf“. Mit einem Link zu – wie auch sonst immer – einer liebevoll gestalteten Spezialseite.
Für mich war dieser Newsletter zunächst eines: Motivation, mich wieder um mein zugegeben vernachlässigtes Fotoblog zu kümmern. Und mit diesem Beitrag sozusagen eine Reanimation einzuleiten. Mit dem ernsthaften Vorsatz, künftig wieder regelmäßig hier zu schreiben. Dabei ist es ja nicht so, dass ich als Fotograf passiv war – vieles findet sich auf meiner Firmenseite  oder alternativ auf der „Suchhilfe“ für bestimmte Fotos unter http://digitalpilot.wordpress.com/ . Auch bei Panoramio war ich nicht unaktiv, habe dort aber für 2009 noch einige Fotos aufzubereiten und ein- bzw. vorzustellen...

Doch zurück zum Thema dieses Beitrages. Was ich an Jürgen Schian schätze, ist seine Kreativität in der Fotografie im Allgemeinen sowie seine Aufgeschlossenheit gegenüber moderner Technik. Scheinbar mühelos hat er den Wechsel von der „analogen“ zur digitalen Fotografie vollzogen, Und „ganz nebenbei“ hat er sich dem Medium Internet zugewandt und ansprechende, gefallende Präsentationen seiner Arbeit ins Web gestellt. Dass er sich noch immer als „Amateurfotograf“ bezeichnet, sollte manchem vermeintlichen Profi die Schamesröte ins Gesicht treiben. Vor allem dann, wenn man auf seiner Webseite einmal etwas länger stöbert. Wem die Zeit dazu fehlt: Ich habe die Links zu den aus meiner Sicht interessantesten Beiträgen gespeichert und werde hier darüber schreiben und verlinken.

Am heutigen Karfreitag ist es – nach eigenem Bekunden – also 60 Jahre her, seit sich Jürgen Schian erstmalig der Fotografie widmete. Dies ist für mich, der ich seinen fotografischen Arbeiten immer (heimlich) Respekt und Anerkennung zollte mehr als ein Grund, ihm auf diese Weise zum Jubiläum zu gratulieren.

Ich wünsche Ihnen, Herr Schian, auf diesem Weg viel Gesundheit, weiterhin viele kreative Ideen und erfolgreiche Umsetzungen und freue mich, wenn mich Ihr Newsletter in der gewohnten Regelmäßigkeit weiterhin erreicht. Grüßen Sie auch Ihre verständnisvolle Frau, denn ohne einen toleranten Partner an der Seite kann man ein solches Hobby nicht wirklich ausleben.

Mit freundlichen Grüßen aus dem Erzgebirge,
Matthias Mehnert





Samstag, 9. Mai 2009

10 Euro für Fotobuch oder Fotos gratis

... und gratis meint auch gratis, also auch keine Versandkosten. Da ich hier schon immer geschrieben habe, dass ich ausgedruckte Schnappschüsse als langlebiges Ergebnis erfolgreicher Fotografie gegenüber den digitalen Speichermedien favorisiere, fällt es mir leicht, die aktuelle Aktion von ExtraFilm zu promoten.



Mit Klick auf das Logo zum Beitrag.

Freitag, 1. Mai 2009

Gratis 2 GB-SD-Karte von Pearl

Pearl bietet in einer Sonderaktion eine kostenlose 2 GB-SD-Karte von Verbatim an, die sich für MP3-Player, Mediaplayer, Camcorder, digitale Bilderrahmen, Action-Cams, Navigationsgeräte und PDAs eignet.

Und natürlich für Digitalkameras, weswegen ich das hier im Blog erwähne ;-)

Die Lesegeschwindigkeit der Karte liegt bei 7 MB/Sek., die Schreibgeschwindigkeit bei rd. 5 MB/Sek. Wer einen USB-Adapter für 4,90 EUR dazu erwirbt, hat sehr preisgünstig einen USB-Speicherstick.

Besitzer von Kameras mit Compact-Flash Speicherkarten können von dem Angebot auch profitieren, wenn sie sich für einen CF-SD-Adapter entscheiden. Hierzu mehr in meinem anderen Artikel.






CompactFlash Adapter von Pearl - die clevere Lösung?

Wer eine Digitalkamera mit CompactFlash-Speicherkarten hat, weiß spätestens seit dem Nachkauf von Speicherkarten um den Nachteil der höheren Marktpreise gegenüber zum Beispiel einer SD-Karte.

Von daher scheint der CF-SD-Adapter von Pearl, der auch SDHC und MMC unterstützt und für 19.90 EUR angeboten wird, eine sinnvolle Alternative zu sein. Dabei ist die Datentransfer-Rate abhängig von der verwendeten Speicherkarte.

Da ich selbst ausreichend mit CF-Karten eingedeckt bin, bin ich als Tester außen vor. Um so interessierter bin ich, was andere zu dieser Offerte meinen. Am besten natürlich, wenn sich Anwender eines solchen Adapters zu Wort melden...

Passend & aktuell gibt es als Gratis-Schnäppchen 2 GB-SD-Karte von Verbatim, ebenfalls bei Pearl. Mehr hierzu in einem zweiten Beitrag.




Noise Ninja - der Rauschentferner II

Ein Tipp für alle, welche den Artikel gelesen haben, aber nicht auf meinen Test warten wollen und selbst testen möchten, was die Software kann: Unter http://www.picturecode.com/download.htm kann die Software in den unterschiedlichen Varianten herunter geladen werden.

Zwar ist die Funktionalität eingeschränkt - aber dessen ungeachtet sollte es möglich sein, sich ein Urteil über diesen "Rauschstopper" zu bilden.

Ich selbst habe die Version für Photoshop installiert und suche jetzt im Archiv nach entsprechend kritischem Fotomaterial, das sich für einen Test eignet...

Noise Ninja - der Rauschentferner

Nicht immer ist das Bildrauschen in der Digitalfotografie ein Gestaltungsmittel. Oder noch realistischer betrachtet: eigentlich ganz selten. Oft bedingt die Situation beim Fotografieren Kompromisse, die sich dann im Ergebnis als Bildrauschen zeigen. Zumeist sind es die Lichtverhältnisse vor Ort, die dann mit einem hohem ISO-Wert an der Kamera bewusst oder auch automatisch kompensiert werden. Das Ergebnis: Fotos mit starkem Bildrauschen.

Noise Ninja in der aktuellen Version 2.2 von PictureCode LLC verspricht genau hier Abhilfe. Neben der Standalone-Version gibt es das Programm noch als PlugIns für Apple Aperture und Adobe Potoshop. Dabei bewegen sich die Preise von 45 (ohne Batch-Funktion) bis 80 US-Dollar (Komplett-Paket).

Als "Dateiretter" vor allem für kleine Kompaktkameras empfiehlt sich die Software auf jeden Fall - das haben Testberichte aus den USA gezeigt. Ob es aber spürbar besser ist, als die Bordmittel zum Beispiel von Photoshop, dass will ich demnächst selbst testen. Selbstverständlich findet sich das Testergebnis dann hier im Blog wieder.

Update

Freitag, 10. April 2009

Gratis Fotobuch von Otto

Nach dem von mir bereits vorgestelltem Schnäppchen der Gratis-Fotoleinwand gibt es ein (wie immer bis auf die Versandkosten, hier: 3,49 Euro) kostenloses Angebot zu vermelden: Otto bietet ein Fotobuch gratis an, für das sonst rund 19.- Euro fällig wären.

Bevor man die Offerte nutzen kann, ist allerdings der Download der Bildbestellsoftware (120 MB) angesagt. Um es meinen Lesern einfacher zu machen, verlinke ich gleich auf die entsprechenden Seiten. Die Software und damit der Dienstleister hinter dem Angebot ist übrigens die ORWO Net GmbH - ein Unternehmen, mit dem ich bereits in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht habe.

Das Buch beinhaltet 24 Seiten und hat die Abmaße von 20,5 x 20 Zentimeter. Im Software-Assistent ist dies auszuwählen, weiterhin die Option "Hardcover".

Die Software will erst ein wenig "erforscht" werden, bevor man kreativ zu Werke gehen kann. Denn die Standard-Vorgaben wirken doch ein wenig langweilig. Deshalb mein Tipp: Die Register-Reiter für die Optionen beachten - hier verbergen sich vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten.

Leider zeigt diese Software - wie viele ähnliche Programme auch - ein großes Manko: Bereits ausgewählte Fotos wünsche ich mir im Quellverzeichnis entsprechend markiert. Das ist hier nicht der Fall und so muss man aufpassen, nicht aus Versehen ein Foto mehrfach zu plazieren.

Der Code für das Gratis-Angebot lautet: zerz-xwym-cdmi-3jzy !!!

Fazit: Für knapp 3,50 Euro ist das Angebot bestens geeignet, auf der Festplatte schlummernde digitale Schnappschüsse auf Papier zu verewigen oder aber erstmals die Möglichkeiten eines individuellen Fotobuches kennen zu lernen. Für das geringe Geld kann man eigentlich nichts falsch machen...



Donnerstag, 9. April 2009

Gratis Foto-Leinwand bei PosterXXL

PosterXXL bietet in einer aktuellen und befristeten Aktion gerade die Möglichkeit, eine Foto-Leinwand in der Größe 20 x 30 cm gratis zu ordern.

Unter http://www.posterxxl.de/landing/gratis-leinwand.html gelangt man direkt zu diesem Angebot. Ich meine: Schnell ein gutes Foto auf der Festplatte suchen und diese Chance nutzen...






Dienstag, 7. April 2009

Frühlingsputz auf der Festplatte - ExtraFilm hilft

[Trigami-Anzeige]

Jetzt: Frühlingsputz für alle Computer, Kameras und Handys

Wenn die Foto-Ablage auf der Festplatte immer unübersichtlicher wird, das Handy langsamer arbeitet und die Kamera bis zum Rand gefüllt ist, dann wird’s Zeit für einen ordentlichen Frühjahrsputz durch die gespeicherten Digital-Fotos. Doch wer löscht schon gerne seine Lieblingsfotos vom letzten Ausflug oder den Ferien in den Bergen? Niemand! Deswegen heisst das Motto: Entwickeln und geniessen statt Fotos löschen oder auf der Festplatte verstauben lassen.

Damit das „Putzen“ richtig Spass macht, hat das Fotoversand-Unternehmen ExtraFilm als Frühjahrs-Aktion die Preise für Fotoabzüge, Vergrösserungen und Poster gesenkt. Schliesslich zeigen sich die schönsten Bilder immer noch am besten auf hochwertigem Fotopapier. Wer die grosse Aufräum-Aktion angehen will, kann sich über eine Preissenkung von bis zu 65 % freuen. So kostet ein Fotoabzug im Format 9 cm nur 0,06 Euro und eine Vergrösserung auf 20 cm 0,79 Euro statt 2,29 Euro. Für die besten Erlebnisse in XXL kann jeder Fotoliebhaber sein persönliches Poster im Format 50x75 cm schon für 14,99 Euro erwerben.
„Wir bedienen hiermit die Nachfrage der Kunden“, erklärt René Baumann, Marktleiter von ExtraFilm. „Digitale Fotos zu entwickeln ist bei den Konsumenten gerade in der Zeit Frühjahr bis Sommer ein Thema. Dies zeigen auch die Nachfragevolumen bei den Internet-Suchmaschinen “, so Baumann. Neben den attraktiven Preisen ist der Frühjahrsputz bei ExtraFilm auch absolut einfach: Die ausgesuchten Aufnahmen sind mit wenigen Klicks unter www.extrafilm.de hochgeladen. Fotoabzüge können natürlich nicht nur in den Standard-Formaten entwickelt werden, sondern der Kunde kann Vergrösserungen bis 30 cm und Poster im XXL-Format auswählen. Die Menüführung ist kinderleicht und die Bestellung in ein paar Minuten abgeschlossen. Mit einfachen Bearbeitungsfunktionen, wie zum Beispiel die Rote-Augen-Korrektur können die Bilder nach Belieben bearbeitet werden. Ausserdem garantiert die automatische Bildoptimierung eine Bilderqualität wie vom Profi. Alle Abzüge werden dann auf hochwertigem Fuji-Fotopapier gedruckt. Abzüge können ohne Aufpreis auf Wunsch mit weissen Rahmen bestellt werden.

Wer noch mehr aus seinen Bildern machen will, findet auf der Internetseite von ExtraFilm jede Menge Ideen: Fotogeschenke mit eigenen Bildern und Texten, Fotocollagen für die besten Bilder auf einen Blick, Foto-Leinwände für die perfekte Inneneinrichtung und vieles mehr. Mit der neuen kostenlosen Bestellsoftware DESIGNER können acht verschiedene Fotobücher und eine Foto-Agenda gestaltet werden. So macht putzen richtig Spass.

Über Extra Film:

Die ExtraFilm AG ist seit 1995 auf dem Markt tätig und innerhalb weniger Jahre zu einem der wichtigsten im Versandhandel tätigen Fotolabore avanciert. Als ein Tochterunternehmen der Spector Photo Group, hat ExtraFilm als erfolgreiche nationale Marke einen starken internationalen Hintergrund. ExtraFilm bietet auf der Webseite www.extrafilm.de einen digitalen Online-Fotoentwicklungsservice an. Digitalfotos können nicht nur als einfache Abzüge auf Fotopapier, sondern zum Beispiel auch als personalisierte Fotogrusskarten, Foto-Kalender und Foto-Geschenkartikel, Foto-Leinwand oder als Fotobuch bestellt oder gratis in Online-Fotoalben organisiert werden. Für die Gestaltung von persönlichen Fotoalben steht die Gratis-Bestellsoftware DESIGNER zum Download bereit. Die Bestellung kann dann per Post auf selbst gebrannten CDs/DVDs oder via Internet-Upload getätigt werden.

Montag, 6. April 2009

Druckprobe

Vor ein paar Tagen stieß ich durch Zufall auf eine Pressemitteilung über eine "revolutionäre neue Drucktechnik" von Imaging Solutions, welche Fotobücher in bislang ungekannter Qualität garantieren soll. Im Gegensatz zum elektrostatischen Druck - so heißt es - verwendet man bei Imaging Solutions Fotopapier für Fotobücher. Dadurch könne diese hohe Qualitätsstufe erreicht werden.

Nun ist es nicht so, dass ich diese Aussagen anzweifle. Aber der Beitrag hat mich auf den Gedanken gebracht, meine eigenen Erfahrungen mit Druckerzeugnissen bzw. Anbietern künftig hier zu bloggen. Einige Tests habe ich bereits gemacht, die Ergenbisse werden in Kürze hier aufbereitet zu lesen sein. Gern können mir auch Leser ihre persönlichen Erfahrungen mitteilen, die ich dann ebenfalls veröffentliche, sofern nicht die Kommentarfunktion genutzt wird.



Mittwoch, 25. März 2009

Mit dem „Lichtpinsel“ durch die Nacht

[Trigami-Review]

Wer mich bzw. meine Fotos kennt, weiß, dass ich ein besonderes Fable für Nachtaufnahmen habe. Im Web habe ich nicht wenige solcher Aufnahmen vorgestellt, so unter


Nachtaufnahmen ermöglichen eine ganz besondere Art der Kreativität, ergeben dabei aber auch eine ganz besondere, reizvolle Wiedergabe der Objekte. Selbst bei Tageslicht eher langweilige Motive können bei geschickter Präsentation in der Nacht einen ganz eigenen Charme entwickeln.

Sicher muss ich nicht erwähnen, dass sich der Blitz bei solchen Aufnahmen von selbst verbietet. Dennoch hatte ich schon immer vor, mit einer individuellen Lichtgestaltung der meist Langzeitaufnahmen mit Stativ das Motiv optisch aufzuwerten. In Frage kommt dabei nur eine leistungsstarke Taschenlampe. Bislang hielt mich das Gewicht und die Größe solcher „Lichtpinsel“ bei akzeptabler Lichtleistungen davon ab, meine Vorstellungen in die Realität umzusetzen.

Mein Glück war, dass ich jetzt im Rahmen eines Trigami-Projektes die Möglichkeit erhielt, eine LED LENSER P7 von http://www.zweibrueder.com zu testen. Was ich genau für diese, meine Zwecke tat. Leider war bislang die Witterung für solche Aufnahmen kaum/nur begrenzt geeignet – aber ich konnte bereits bei ersten Versuchen feststellen, dass ich mit dieser LED-Taschenlampe den „Lichtpinsel“ gefunden habe, wie er mir vorschwebte. Klein und kompakt, aber mit einer schier unbeschreiblichen Lichtleistung. Eigentlich sollte jetzt ein selbsterklärendes Video folgen, welches den Umgang mit der Taschenlampe und mögliche Anwendungsfälle zeigt. Allein: Dies scheiterte daran, dass ich in des Wortes Sinne alle Hände voll zu tun hatte, um die Testaufnahmen zu erstellen und auszuleuchten.

Letzteres allerdings macht mit der LED LENSER P7 besonderen Spaß. Man wählt eine geringe Blende und eine lange Verschlusszeit der Kamera und schickt dann „Lichtblitze“ aus verschiedenen Blickwinkeln an das zu fotografierende Objekt. Das Ergebnis: Während bei Verwendung des Blitzes die Helligkeit zum Objekt zur Entfernung proportional abnimmt und auch eine unerwünschte Schattenbildung nicht zu vermeiden ist, erlaubt der „Lichtpinsel“ eine nahezu schattenfreie (je nach Geschick) Darstellung des Objektes. Da die LED LENSER P7 neben einem sogenannten ECO-Modus (spart Batteriekapazität) und dem Power-Modus für volle Lichtleistung auch noch über einen „Turbo-Tastmodus“ verfügt, ist die Ausleuchtung einer Szene besonders einfach.

Deine Bilder und Fotos in einer Slideshow auf MySpace, Knuddels oder deiner Homepage!alle Bilder dieser Slideshow anzeigen



Hier http://www.zweibrueder.com/produkte/html_highperformance/html_Pserie/p7.php?id=p7 wird die von mir getestete Taschenlampe noch einmal im Detail vorgestellt. Sie ist im Handel für knapp 80.- Euro erhältlich. Und ihr Geld auf jeden Fall wert. Die hochwertige Verarbeitung, der modulare Aufbau (Austausch einzelner Komponenten im Defektfall möglich) sowie die bereits erwähnte sehr hohe Lichtausbeute bei geringer Belastung der Energiequellen (4 AAA-Batterien, die ich vermutlich durch Akkus ersetzen werde), stehen eindeutig auf der Pro-Seite.

Gewöhnungsbedürftig ist lediglich, dass sich der Schalter nicht im Daumenbereich (wie sonst üblich) befindet, sondern am Fußende der Taschenlampe. Daran kann man sich gewöhnen, dafür ist der Schalter im Falle eines Defektes auf dem Batteriefach zugänglich.

Auch sollte nicht unerwähnt bleiben, dass prinzipbedingt die Lichttemperatur eher kalt und im Blautonbereich ist, was jedoch mit entsprechender Fotosoftware problemlos kompensiert werden kann (im Beispiel des Holzstapels realisiert).





Fazit: Die LED LENSER P7 ist quasi „über Nacht“ mein Freund geworden und ich freue mich darauf, bei besseren Witterungsverhältnissen neue, interessante Nachtaufnahmen mit ihr zu gestalten. Ich kann andere Fotofreunde mit gutem Gewissen ermutigen, mit dieser oder einer anderem Taschenlampe auf LED-Basis bei Nacht zu experimentieren. Dass die LED LENSER P7 darüber hinaus hilfreich bei Stromausfall, nächtlichen Wanderungen etc. ist, muss sicher nicht extra erwähnt werden.

Dienstag, 30. Dezember 2008

Photokina 2008 – (k)ein Rückblick

Eigentlich wollte ich das Thema ganz ausblenden. Aber dann gab es Anfragen, weshalb ein Blog zum Thema Fotografie nicht über diese „bedeutsame Messe“, die ja nur aller zwei Jahre stattfindet, berichtet.

Zwischen den Feiertagen ist etwas Zeit, sich dazu zu äußern – also gehen wir es an.

Neugieriger:
Die Photokina 2008 fand vom 23. bis 28. September in Köln statt. Also vor gut einem viertel Jahr. Warum hast du nicht aktuell darüber geschrieben?

Matthias: Nun: Einerseits war die redaktionelle Information im Web mehr als ausreichend – zumindest quantitativ, andererseits habe ich Stimmungen und Stimmen von Herstellern wie Medien natürlich registriert und wollte daraus ein persönliches Fazit ziehen.

Neugieriger: Weshalb diese Einschränkung auf die Quantität der Berichterstattung?

Matthias: Ich will und kann nicht pauschalisieren. Es gab und gibt auch sachliche, kompetente Journalisten, die wirklich etwas von Fotografie verstehen und dies auch publizieren. Nicht zu verkennen ist aber auch die Tatsache, dass viele Redaktionsstuben administrativ den Werbeabteilungen des jeweiligen Verlages unterstehen. Mit anderen Worten: Gute Werbekunden werden bei Laune gehalten.

Neugieriger: Und dann werden Tests manipuliert?

Matthias: Dies sicher nicht. Zumindest ist mir derartiges aus meiner früheren Tätigkeit als freier Redakteur bei einem großem deutschen Verlag im PC-Bereich so nicht offensichtlich geworden. Allerdings wurden kritische Anmerkungen über Produkte von Werbekunden einfach gestrichen. Auch dies trägt zur falschen Meinungsbildung bei.

Neugieriger: Was sind positive Beispiele für Informationsquellen im Internet?

Matthias: Man könnte sicher einige nennen. Ich selbst fühle mich bei http://www.dkamera.de/ sehr wohl. Informative Sachlichkeit – das ist es, was ich mag.

Neugieriger: Nachgefragt: Was stört dich – vor allem im Bezug auf die Berichterstattung zur Photokina 2008 – bei den anderen?

Matthias: Sehr viel. Zum Beispiel, dass Trends propagiert werden, die keine sind. Dass Kleinigkeiten an technischen Verbesserungen als bahnbrechende Erfolge gefeiert werden. Teilweise fehlt die fachliche Kompetenz – man übernimmt zu schnell und zu unkritisch Pressemitteilungen der Anbieter, teilweise ist es der Druck, Seiten zu füllen (sowohl im Web als auch beim Print) und zum Teil sind es die geschilderten Abhängigkeiten von bestimmten Kunden.

Neugieriger: Kannst du dazu Beispiele nennen?

Matthias: Nehmen wir als Beispiel das strittige Thema „Kompaktkameras“ (hier einmal konkret die sogenannten Bridgekameras http://de.wikipedia.org/wiki/Bridgekamera ) vs. DSLR (http://de.wikipedia.org/wiki/Spiegelreflexkamera ). Als die ersten DSLR mit Live-View (http://de.wikipedia.org/wiki/Live-View) auf den Markt kamen, hat man gejubelt. Bis zu dem Zeitpunkt war dies ein typisches Merkmal (und Vorteil) der Kompaktkameras. Videos aufnehmen war (über Sinn und Unsinn kann man streiten) bislang ebenso den Kompakten vorbehalten. Bis die Nikon D90 als erste DSLR dies ebenso ermöglichte. Auf der Photokina folgte Canon mit der Profi-Kamera EOS 5D Mark II (21,1 Megapixel, Preis rund 2.500 Euro). Mit dieser werden in voller HD-Auflösung von 1.920 mal 1.080 Pixel werden so Filme mit 30 Bildern in der Sekunde möglich.

Wirklich interessant ist die zur Messe vorgestellte Panasonic DMC-G1 (http://www.focus.de/digital/foto/panasonic-dmc-g1-spiegelreflexkamera-ohne-spiegel_aid_344261.html ), bei der erstmals auf den Spiegel verzichtet wurde und die – bis auf die Wechselobjektive – eigentlich den Kompakten schon sehr ähnlich ist.

Kurzum: Die Grenzen werden fließender, das Schubladendenken nach dem Motto „Profi = DSLR“ macht aus meiner Sicht keinen Sinn.

Neugieriger: Sind Profis bzw. Semi-Profis nicht wirklich mit einer DSLR besser bedient?

Matthias: Das würde ich so pauschal nicht sagen wollen, da dies von Einsatzzweck abhängig ist. Hätten die Hersteller ihre Bridge-Kameras so weiterentwickelt, wie die DSLR, dann könnte man sich den Aufpreis für die Spiegelreflex oft sparen – sowohl als Amateur wie auch als Profi. Nur ein Beispiel: Sonys R1 hat aufgezeigt, was im Bereich Bridge-Kameras machbar ist. Mir leistet gerade diese Kamera im Bereich Endurosport ausgezeichnete Dienste. Schnelles manuelles Zoomen über einen breiten Bereich, kein Stress mit Staub im Gelände... Ich wüsste nicht, warum ich da auf eine DSLR wechseln sollte.

Das Problem, was ich sehe: Die Anbieter wollen an der Peripherie verdienen. Also neben dem Body möglichst viele Objektive und anderes Zubehör verkaufen. Gewinnmaximierung über Folgegeschäfte quasi. Etwas, dass bei gut ausgestatteten Kompaktkameras nicht möglich ist. Ich bin mir sicher: Allein das Objektiv hätte mich im DSLR-Bereich das gleiche gekostet, wie ich für die gesamte Kompaktkamera Sony R1 bezahlt habe. Und vermutlich ist dies auch der Grund, weshalb Sony die Weiterentwicklung der Kamera eingestellt hat.

Neugieriger: Um noch kurz bei dem Kameras zu bleiben: Welche Entwicklung wünschst du dir für die Zukunft?

Matthias: In meinen Augen sind Gesichtserkennung und Bildstabilisatoren sicher hilfreiche Funktionen, während ich Lächel-, Blinzel- und ähnliche Funktionen als Spielerei sehe und nicht benötige. Die Hersteller sollten ihr KnowHow vielmehr dafür einsetzen, dass Fotografieren in lichtkritischen Situationen zu vereinfachen. Da die Gesetze der Physik nicht zu umgehen sind, sehe ich einen sinnvollen Weg darin, den Pixelwahn zu stoppen und die Sensoren nebst der Optik ausreichend groß zu gestalten. Was zur Zeit im Massenmarkt angeboten wird, ist oft schlichtweg Schrott. Viele der Kameras liefern trotz 10MP-Sensor schlechtere Fotos, als meine ca. sechs Jahre alte Olympus C50 mit 5 MP. Vielleicht hat dieser Markt der „Fun-Cams“ auch seine Berechtigung – aber ich hoffe, dass die Fokussierung auf dieses Segment nicht zu stark wird.

Ach ja: GPS- und WLAN-Fähigkeiten sind zwei Dinge, die ich mir für meine Arbeit mit einer der nächsten Kameras wünsche. Ansonsten geht es zumindest mir so, dass ich eh im manuellen Modus fotografiere und diverse Menüs eher als lästig statt hilfreich empfinde.

Neugieriger: Nun waren ja auf der Photokina nicht nur Kameras zu sehen. Es ging auch um Zubehörprodukte und Bilddienstleistungen. Hast du hier neue Trends ausmachen können?

Matthias: Auf dem Gebiet der professionellen Bildausgabe standen vor allem Single-Pass-Inkjet-Drucker, UV-LED-Drucker und wasserbasierende Latex-Tinten im Fokus. Das sind schon interessante Themen und man darf gespannt sein, was sich hier noch tut. Den Trend zu digitalen Bilderrahmen halte ich persönlich für gepusht – hierzu hatte ich ja bereits im Blog geschrieben (http://asp-fotos.blogspot.com/2008/07/digitale-bilderrahmen-floppen.html ). Was Fotodienstleistungen anbelangt, ist Kreativität gefragt und diese wird sicherlich zu neuen, interessanten Angeboten führen und die bedruckte Kaffeetasse oder das Mauspad ablösen.

Neugieriger: Deine Meinung zur Bildbearbeitungssoftware?

Matthias: Der Platzhirsch ist ja bekanntlich Adobe, die letzte aktuelle Version Photoshop CS 4, mit der man eine Menge machen kann – bis hin zur gezielten Bildmanipulation. Nur: 2000.- Euro sind einerseits kein Pappenstiel, andererseits reichen zur Bildverbesserung auch preiswertere bzw. sogar Gratis-Programme. Einige davon habe ich ja bereits im Blog vorgestellt (http://asp-fotos.blogspot.com/search/label/Bildbearbeitung ). Es stellt sich also wieder die Frage: „Was will man tun?“, um sich für eine bestimmte Software zu entscheiden. In dem Zusammenhang noch ein Tipp: Einige Bildbearbeitungsprogramme bieten gleichzeitig mehr oder minder leistungsstarke Funktionen zur Fotoverwaltung, also der dokumentierten Archivierung bis hin zu Datensicherung. Aus meiner Sicht ein wichtiger Punkt, den man nicht unterschätzen sollte.

Neugieriger: Danke für deine Antworten.

Matthias: Gern geschehen. Ich merke schon: Du hast mir doch noch eine Art Fazit aus dem Kreuz geleiert – wenn auch nicht unbedingt zur Photokina 2008, so doch als Resümee des Jahres 2008...



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Montag, 22. September 2008

DAZZ - kreative Fotogestaltung

Wer schon einmal Fotos für diverse Fotogeschenke, wie Poster, Kaffeetassen, Puzzle oder ähnliches ausgewählt hat weiß, dass ein Ausschlusskriterium eigentlich gelungener Porträts oftmals der unpassende Hintergrund ist. Und wer nicht gerade professionell mit Grafikprogrammen umgehen kann, kennt auch den Aufwand, solche Fotos sauber freizustellen und mit einem geeigneten Hintergrund zu versehen. Genau diese Marktlücke hat dazz.com erkannt und bietet diese Dienstleistung jetzt an.

Foto: DAZZ

Man lädt also sein Motiv zu dazz.com und erhält innerhalb von 24 Stunden passende Vorlagen. Ist die Wahl für einen bestimmten Fotostyle getroffen, so kann der Kunde diesen für 2,90 Euro herunterladen oder ihn bei einem Hersteller seiner Wahl direkt auf ein Fotogeschenk drucken lassen. Alternativ kann man auf diese Weise die perfekt freigestellte Aufnahme erwerben.

Dabei ist DAZZ eine offene Plattform: Hersteller von Fotogeschenken können DAZZ nutzen, um ihren Kunden eine realistische Vorschau zu bieten und schönere Fotogeschenke herzustellen. Designer können ihre eigenen Fotostyles kreieren und in DAZZ einbinden lassen. Für jeden verkauften Fotostyle erhalten sie eine Provision.

Meine Meinung: Ein interessantes Angebot für alle Fotografen, die nicht die Zeit oder Erfahrung haben, Fotos selbst kreativ zu gestalten, die aber mehr aus ihren Motiven (besonders Portäts) machen wollen.




Samstag, 20. September 2008

Sony Alpha 900 - Vollformat im Test

Wenn ich in mehreren Artikeln über den Pixelwahn gewettert habe, dann bezog sich dies stets auf Kompaktkameras mit kleinem Sensor, wo ein mehr an Pixeln der Fotoqualität eher abträglich ist. Eine Kamera mit Vollformat-Sensor hingegen ist diesbezüglich ganz anders zu bewerten. So auch die neue Sony Alpha 900, die im Oktober für ca. 2800 Euro in den Handel kommen soll.

24,6 Megapixel hat Sony der Kamera spendiert, dennoch sind 5 Bilder/Sekunde möglich. Während die Kamera keinen internen Blitz besitzt, hat man ihr trotz des großen Sensors einen sensorbasierten Bildstabilisator spendiert - ein schon fast technologischer Kraftakt.

Sechs Motivprogramme sind an Bord, ansonsten verzichtet Sony auf alle "Spielereien" der kamerainteren Bildbearbeitung. Die Zielgruppe ist eindeutig der anspruchsvolle Fotoamateur, der mit der Alpha 900 ein weiteres Vollformat-Angebot für unter 3000 Euro erhält.

Der komplette Test der Kamera findet sich bei digitalkamera.de.

Freitag, 19. September 2008

Der Pixelwahn geht weiter - Photokina 2008

Vom 23. bis 28. September findet in Köln die Photokina 2008 statt - die Messe, die Zeichen setzen will für neue Trends im Bereich der Fotografie.

Rund 9 Millionen digitale Kameras gehen in diesem Jahr in Deutschland über den Ladentisch und Constanze Clauß, Sprecherin des Photoindustrie-Verbandes, schwärmt: "Deutschland ist das Land der Fotografen." Insofern verwundert es nicht, dass mehr als 1500 Aussteller in Köln ihre Duftmarke hinterlassen wollen.

Was indess verwundert, ist die Tatsache, dass der Pixelwahn kein Ende findet: "Bei den Kompaktkameras werden wir 15 Millionen Pixel erreichen." Und bei den Spiegelreflex-Kameras könnten auf der Messe schon Modelle mit 24 Millionen Pixel Auflösung zu sehen sein. Star am Sony-Stand zum Beispiel ist die Spiegelreflexkamera a900. Nach Angaben des Herstellers handelt es sich um die weltweit erste digitale Vollformat-Spiegelreflexkamera mit 24,6 Megapixel-Auflösung" - so Frau Clauß.

Vollformat-Kameras einmal außen vor gelassen (da freuen sich die Profis zu recht über mehr Pixel) ist alles andere mehr oder minder ein PR-Gag auf einem Niveau unterhalb der Gürtellinie. Bettina Steeger von Canon bestätigt dies indirekt: "Es dürfen immer ein paar PS mehr sein - auch wenn man diese gar nicht nutzen kann.". Der Vergleich hinkt allerdings insofern, dass man ein mehr an PS im Auto oder Motorrad sehr wohl positiv spürt und - gute Reifen vorausgesetzt - auch auf die Straße bringen kann. Die kleinen Minisensoren der Kompakten (und inzwischen auch vieler Einsteiger-Spiegelreflex-Kameras) können mit dem mehr an Pixeln nun wahrlich nicht umgehen.

Wirklich interessant - zumindest für mich - werden Offerten im Bereich der individuellen Navigation per GPS sein - die kleinen Empfänger für das satellitengestützte globale Ortungssysteme, die helfen, Fotos hinterher einwandfrei einem Aufnahmeort zuzuordnen.

Ein weiterer Trend, dem ich nicht zu folgen vermag, ist die spezielle Form der Gesichtserkennung als sogenannte Lächelautomatik - die Kamera löst aus, wenn die Person lächelt. Diese zunächst bei Kompaktkameras übliche Technik findet jetzt Einzug bei den Camcordern. Mit der HDR-CX11E stellt Sony den nach eigenen Angaben ersten Camcorder mit sogenannter SmileShutter-Funktion vor, wie die Lächelautomatik bei Sony heißt: Während des Films macht der Camcorder automatisch Fotos von lachenden oder zumindest lächelnden Personen.

Wer so etwas braucht, ist in meinen Augen arm dran: Keine noch so intelligente Automatik der Welt ist in der Lage, Stimmungen und Gefühle so zu vermitteln, wie es ein guter Fotograf oder (in letzterem Beispiel) Kameramann kann. Wer keine Emotionen für sein Hobby oder seinen Beruf entwickeln kann, dem hilft auch eine noch so ausgetüfelte Automatik nicht weiter.

Dies ist natürlich meine persönliche Meinung. Und mit dieser kleinen Vorschau auf die Photokina 2008 will ich es bewenden lassen - vielleicht gibt es im späteren Rückblick auf diese Veranstaltung doch Dinge, die berichtenswert sind.






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